Bürgermeisterin Sylvia Braun und Fachbereichsleiter Soziales, Andreas Kalski und  Bernadette Beyer
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Blumen im Interimsrathaus: Bürgermeisterin Sylvia Braun (rechts) und Fachbereichsleiter Soziales, Andreas Kalski, bedankten sich bei Bernadette Beyer für ihr Engagement.

Sprachlehrerin

Engagement für Flüchtlinge: Bernadette Beyer aus Bruchköbel erhält Bundesverdienstkreuz

  • Michael Bellack
    vonMichael Bellack
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Hohe Auszeichnung für Bernadette Beyer: Für ihr langjähriges Engagement in der Arbeit mit Flüchtlingen und als Sprachlehrerin für Menschen mit Migrationshintergrund ist der Bruchköbelerin jetzt das Bundesverdienstkreuz verliehen worden.

Bruchköbel – Die Feierstunde hatte bereits Ende Oktober in Wiesbaden stattgefunden. Im Interimsrathaus in Erlensee erhielt sie nun auch die Glückwünsche von Bruchköbels Bürgermeisterin Sylvia Braun sowie dem Leiter des Fachbereichs Soziales, Andreas Kalski.

Staatssekretärin Janz hatte bei der Feierstunde in Wiesbaden, die aufgrund der Coronabestimmungen in kleinem Rahmen stattfand, den aktiven Einsatz von Bernadette Beyer gewürdigt: „Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement übernimmt Frau Beyer eine Vorreiterrolle für Weltoffenheit, Toleranz und Vielfalt.“

Aus Casablanca nach Thübingen

Beyer wurde im Januar 1949 in Casablanca geboren. Bedingt durch den Beruf des Vaters, der als französischer Offizier dort stationiert war, lebte die Familie drei Jahre in Marokko. Danach gab es einen kleinen Zwischenstopp in Frankreich, bevor der Vater nach Horb in der Nähe von Tübingen versetzt wurde.

Dort entdecke sie auch ihr Liebe zu Deutschland und dessen Traditionen. So erzählt sie heute noch gerne die Geschichte, wie sie im zarten Alter von sechs Jahren zum ersten Mal in ihrem Leben den Nikolaus kennenlernte und bereits damals für sich beschloss, in Deutschland zu leben.

Seit 1979 in Bruchköbel heimisch

Obwohl der Aufenthalt damals in Horb nur kurz war und die Familie in die Nähe von Paris umsiedelte, zog es Bernadette Beyer wieder nach Deutschland zurück. Sie beendete ihr an der Sorbonne begonnenes Studium der Germanistik an der Universität in Tübingen. In dieser Zeit, und auch noch heute, sei es ihr immer wichtig gewesen, die deutsch-französische-Freundschaft zu fördern und gegenseitige Vorurteile abzubauen.

In Tübingen lernte sie ihren Ehemann Michael kennen, mit dem sie seit 1975 verheiratet ist. Der Umzug nach Bruchköbel erfolgte 1979. In Bruchköbel habe sie sich von Beginn an zu Hause gefühlt erzählt sie.

Seit vielen Jahren für Flüchtlinge engagiert

Durch die Prägung ihrer Eltern, die fremden Kulturen immer offen gegenüberstanden, war es für Bernadette Beyer immer eine Selbstverständlichkeit, sich für andere Traditionen zu interessieren und für Menschen aktiv einzusetzen.

Beyer engagiert sich sehr aktiv in der Flüchtlingsarbeit. Als vor rund 30 Jahren die ersten Fluchtbewegungen nach Deutschland begannen, war ihr klar: „Diesen Menschen muss geholfen werden.“ Neben der persönlichen Begleitung und Beratung der Geflüchteten war ihr auch die Vermittlung der deutschen Sprache wichtig. „Sprache ist der Schlüssel zur Welt“, wie sie gerne sagt.

Sprachkurse für Kinder mit Migrationshintergrund organisiert

Zusammen mit der Stadt Bruchköbel initiierte sie in den vergangenen 30 Jahren einige Projekte in diesem Bereich, wie zum Beispiel das Frauenforum International oder Sprachkurse für Kinder mit Migrationshintergrund.

Bürgermeisterin Sylvia Braun und der Fachbereichsleiter Soziales, Andreas Kalski, bedankten sich bei ihr für das seit Jahrzehnten geleistete Engagement mit einem kleinen Geschenk. how

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