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Einbrüche mit brachialer Gewalt

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Das Rathaus soll erst im nächsten Jahr abgerissen werden. Man könnte meinen, die Einbrecher wollten schon einmal anfangen. Türen wurden mit Gewalt aufgebrochen. (Foto: Gärtner)
Das Rathaus soll erst im nächsten Jahr abgerissen werden. Man könnte meinen, die Einbrecher wollten schon einmal anfangen. Türen wurden mit Gewalt aufgebrochen. (Foto: Gärtner)

Bruchköbel. Teilweise mit brachialer Gewalt sind Einbrecher vorgegangen, die in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ins Rathaus in Bruchköbel eingestiegen sind. Zahlreiche Türen wurden mit Stemmeisen aufgebrochen. Es war nicht der einzige Fall in den vergangenen Tagen.

Von Holger Weber

Wie erst jetzt bekannt wurde, waren auch das Bürgerbüro und das Seniorenzentrum neben dem Rathaus in der vergangenen Woche wieder von Einbrechern heimgesucht worden. An beiden Orten gingen die Täter so gut wie leer aus. Der materielle Schaden ist jedoch beträchtlich.

Wichtige Dokumente unerreichbar im Tresor

Vor allem im Rathaus, wie Bruchköbels Bürgermeister Günter Maibach auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte. Offenbar hatten sich die Täter über den Seiteneingang Zugang zum Gebäude verschafft. Alle verschlossenen Türen wurden aufgestemmt, unter anderem auch das ehemalige Einwohnermeldeamt. Dort standen die Täter jedoch vor leeren Schränken, denn die Bediensteten sind längst wegen des bevorstehenden Abrisses in das neue Bürgerbüro am Inneren Ring umgezogen.

An wichtige Dokumente wie Pässe und Ausweise könnten Einbrecher nicht gelangen. Diese befänden sich in einem Tresor an einer sicheren Stelle, so Maibach. Auch Bargeld gebe es im Rathaus keines mehr, seitdem die Bargeldzahlung sukzessive durch Kartenzahlung ersetzt worden sei. Obwohl das Rathaus ohnehin abgerissen wird, soll der Schaden behoben werden. „Wir sind ja noch ein halbes Jahr hier“, meinte Maibach.

Wut bei Bürgerhilfe Bruchköbel

Groß ist der Ärger auch bei der Bürgerhilfe in Bruchköbel, die erst im Sommer dieses Jahres Opfer von Einbrechern geworden war. Diesmal kamen die Diebe wieder nur mit einem kleinen Geldbetrag davon. „Nach den Erfahrungen, die wir zuletzt machen mussten, lassen wir nur noch das Nötigste hier“, so der Vorsitzende Joachim Rechholz, der den Verlust einer leeren Geldkassette beklagte. Im Seniorenzentrum nebenan nahmen die Einbrecher einen Eisenschrank auseinander. Statt Bares fanden die Täter aber nur Spiele für den Spieleabend vor.  „Am schlimmsten ist, dass sich viele unserer Mitglieder nicht mehr sicher fühlen“, bedauerte Rechholz.

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