Das Stadthaus wird später bezogen: Erst im April werden die Verwaltungsmitarbeiter ihre Kisten für den Umzug packen.
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Das Stadthaus wird später bezogen: Erst im April werden die Verwaltungsmitarbeiter ihre Kisten für den Umzug packen.

Tiefgarage am Stadthaus

Bruchköbeler können weiterhin kostenlos parken

  • Holger Weber-Stoppacher
    VonHolger Weber-Stoppacher
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Bruchköbel – Nun hat es auch das Stadthaus in Bruchköbel erwischt. Kam der Bau bisher planmäßig und vor allem zügig voran, so machen sich die Lieferschwierigkeiten, unter denen die Bauwirtschaft allgemein leidet, jetzt auch in der Bruchköbeler Innenstadt bemerkbar.

„Unter anderem kommen die Türzargen nicht herbei“, klagt Bürgermeisterin Sylvia Braun. Dies habe auch einen Effekt auf Folgearbeiten, präzisiert der Projektleiter im Bauamt, Jörg Diemer. Weil die Böden teilweise schon gelegt worden seien, müsse dementsprechend nachgearbeitet werden. „Dies kostet uns zusätzlich Zeit.“

Umzugstermin wurde verschoben

Der geplante Umzugstermin im März ist für die Verwaltung laut Bürgermeisterin Braun somit nicht mehr zu halten. Voraussichtlich werden die Mitarbeiter erst Mitte bis Ende April im Interimsrathaus auf dem Fliegerhorst in Erlensee die Kisten packen. „Wir wollen keinen unnötigen Druck aufbauen. Uns drängt ja keiner, das Interimsrathaus zu verlassen“, so Braun.

Die Bauarbeiten am Stadthaus haben aber auch darunter gelitten, dass sich die Arbeiten des Generalunternehmers Schoofs zuletzt vorwiegend auf die Fertigstellung des Rewe-Marktes konzentriert hatten, der bekanntlich Ende November und somit noch vor dem Beginn des Weihnachtsgeschäfts fertiggestellt worden war. „Dadurch ist im Stadthaus jetzt ein wenig Nachholbedarf entstanden“, so Jörg Diemer. Der langsamere Baufortschritt bringt für die Bürger in Bruchköbel aber auch etwas Positives mit sich. Weil auch die Elektriker noch nicht so weit sind, wie sie eigentlich sollten, kann die Schrankenanlage in der Tiefgarage noch nicht montiert werden. Das heißt, die Bürger können bis auf Weiteres kostenfrei die mehr als 200 Stellplätze nutzen.

Maximal 16 Euro am Tag

Ursprünglich sollte die Tiefgarage zum Jahresbeginn vom Generalunternehmer an die Stadt und somit an den künftigen externen Betreiber der Tiefgarage, die Firma Apcoa, übergeben werden. Doch daraus wird nun vorerst nichts. Wann genau die Übergabe und die damit verbundene Erhebung von Parkgebühren umgesetzt werden wird, stehe noch nicht fest. Aber es werde sicherlich noch einige Wochen dauern, schätzt Braun. Künftig sollen die Parkgebühren in der Tiefgarage je angefangene 30 Minuten 80 Cent kosten. Kunden des Rewe-Marktes dürfen 90 Minuten kostenfrei parken. Maximal soll der Tag in der Tiefgarage mit 16 Euro berechnet werden. (Von Holger Weber)

Die Tiefgarage bleibt vorerst kostenfrei, weil die Schranken noch nicht in Betrieb genommen werden können.

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