In einem Jahr darf Günter Maibach wieder Kisten packen: Der Bürgermeister hat jetzt angekündigt, nicht mehr für die Wahlen im Oktober zur Verfügung zu stehen. Archivfoto: Holger Weber

Bruchköbel

Bruchköbels Bürgermeister Günter Maibach strebt den Ruhestand an

Bruchköbel. Zwischen den Zeilen hatte er seinen Abschied immer wieder einmal angedeutet. Jetzt ist es offiziell: Bruchköbels Bürgermeister Günter Maibach wird sich nicht noch einmal zur Wahl stellen.

„Ich habe nach einem längeren Abwägungsprozess entschieden, dass ich nicht mehr zur Verfügung stehen werde“, teilte der Amtsinhaber am späten Montagabend per E-Mail mit.

Bei der Entscheidung habe er es sich nicht leicht gemacht. „Zuvor habe ich in vielen Gesprächen das Für und Wider sorgfältig abgewogen. Letztlich bin ich dabei für mich zu dem Schluss gekommen, nicht erneut den Hut in den Bewerberring zu werfen“, schreibt er. Zwar habe es durchaus manchen Grund gegeben, weiterzumachen.

„Insbesondere der, dass ich mit dem Magistrat zusammen das Großprojekt Innenstadtumbau auf den Weg gebracht habe, dessen Früchte man natürlich gerne auch noch eingefahren hätte“, so Maibach.

Dem stehe jedoch sein Alter gegenüber. Maibach wird im November dieses Jahres 66 Jahre alt. In der Summe von dann insgesamt 52 Arbeitsjahren, davon zwölf Jahre als Bürgermeister, sei es auch irgendwann genug, schreibt Maibach. Vor seiner politischen Laufbahn führte der gelernte Elektromeister einen eigenen Betrieb. Zum Amt des Bürgermeisters war Maibach 2008 relativ überraschend gekommen, als der damalige CDU-Bürgermeister Michael Roth entmachtet worden war.

Daraufhin spaltete sich die CDU, die Abtrünnigen gründeten seinerzeit den Bruchköbeler Bürgerbund (BBB). Der parteiinterne Konflikt hat bis heute Spuren im Bruchköbeler Stadtparlament hinterlassen. „Jetzt sind die Jungen gefragt, die mit ihrer entsprechenden Ausbildung und Erfahrung prädestiniert für meine Nachfolge sind“, meinte Maibach in seiner Pressemitteilung und gab damit auch einen versteckten Hinweis auf seinen favorisierten Nachfolger, seinen persönlichen Assistenten Daniel Weber.

Weber, der zurzeit kommissarisch die Stelle des Leiters des Fachbereichs vier im Bruchköbeler Rathaus besetzt, hatte im Vorjahr auch für den Posten des Kreisbeigeordneten kandidiert, war aber letztlich seinem Parteifreund Winfried Ottmann unterlegen.

„Ich werde mich selbstverständlich bis zum Ende meiner Amtszeit am 31. März 2020 mit Volldampf für die Stadt Bruchköbel einbringen. Wir haben ja auch noch einiges vor uns.“ Was die Wahl angehe, die am 27. Oktober stattfinden wird, hoffe er auf einen fairen und auf Sachebene durchgeführten Wahlkampf, schreibt Maibach.

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