Anwohnerprotest: Gegen die Nutzung des Krebsbachparks als Standfläche für Autos hatten die Anwohner bereits mobil gemacht. Foto: Privat

Bruchköbel

Bauamt sucht Parkplatz-Alternative für Bruchköbel

Bruchköbel. Bis die Baugrube für die Tiefgarage im Rahmen des Bruchköbeler Stadtumbaus ausgehoben wird, werden noch einige Monate ins Land gehen. Dennoch wird im Bruchköbeler Bauamt bereits fieberhaft an Lösungen gearbeitet, damit es in Bruchköbel während den kommenden zwei Jahren nicht zum Parkchaos kommt.

Von Holger Weber

Am alten Festplatz am Kirleweg haben jetzt die Asphaltierungsarbeiten begonnen. Dort sollen 130 Parkplätze geschaffen werden. „Dies ist vor allem eine Ausweichmöglichkeit für diejenigen, die bisher ihr Fahrzeug im Parkdeck abstellen“, sagt Bürgermeister Günter Maibach. Dabei handelt es sich vor allem um Nutzer, die in der Bruchköbeler Innenstadt arbeiten. Aber auch an Markttagen könnten Besucher der Altstadt ihr Fahrzeug dort abstellen.

Das Stadtmarketing hat angekündigt, eine Verbindung zwischen Markt und Festplatz zu schaffen. Angedacht sind Fahrradtaxis oder Lastenfahrräder. Da liefen bereits die Planungen, erklärte jüngst Stadtmarketingchefin Andrea Weber im Gespräch mit unserer Zeitung. Als der zentrale Parkplatz in der Innenstadt wegen Baumfällarbeiten jüngst für zwei Tage gesperrt werden musste, war der Festplatz bereits kurzfristig als Ausweichplatz hergerichtet worden.

Keine Parkfläche im Krebsbachpark

Der Festplatz wäre jedoch keine wirkliche Alternative für Kurzparker, die für Einkäufe im Rewemarkt oder in den umliegenden Geschäften in die Innenstadt kämen. Das sieht auch Bürgermeister Günter Maibach so. Hier prüfe man gleich mehrere Optionen, sagt er. Die Idee, übergangsweise eine Parkfläche im Krebsbachpark zu schaffen, sei jedoch wieder vom Tisch, so der Verwaltungschef. Dagegen hätte vor allem gesprochen, dass man keine geeignete Zufahrt hätte schaffen können.

Die Überlegungen hatten in den vergangenen Wochen vor allem Widerstand bei den Anwohnern hervorgerufen, die dort mit ihren Hunden spazieren gehen. Einige wollten gar eine Bürgerinitiative gründen, um gegen dieses Vorhaben zu protestieren. Die Idee, die Fläche mit einem Filz zu belegen und dann zu schottern, hatten Grüne und CDU ins Spiel gebracht. „Später hätte man den Park leicht wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzen können“, so Grünen-Chef Uwe Ringel. Vor allem für die Besucher des Rewemarktes wäre dies eine günstige Option gewesen.

„So eine Maßnahme halten wir für widersinnig“

Aktuell wird in der Verwaltung darüber diskutiert, die Straße am Inneren Ring während der Bauzeit der Tiefgarage in eine Einbahnstraße umzuwandeln. Durchfahrt hätten die Fahrzeuge, die von der Hauptstraße kommen. Die Idee hinter der Maßnahme: Ohne Begegnungsverkehr könnten zusätzliche Parkflächen geschaffen werden, indem die Fahrzeuge im 90-Grad-Winkel zur Straße parken würden. Eine Entscheidung hinsichtlich dieser Überlegungen gibt es derweil noch nicht.

Unterdessen kritisieren die Grünen, dass am Reweparkplatz die Fahrradparkplätze zugunsten von drei Autostellplätzen entfernt worden sind. „So eine Maßnahme halten wir für widersinnig“, so Fraktionschef Uwe Ringel. Vielmehr sollten die Menschen durch mehr Fahrradständer dazu ermuntert werden, aufs Auto zu verzichten und mit dem Zweirad in die Stadt zu kommen.

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