Frau steht vor Ventilator
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Bei der Sommer-Hitze will jeder eine kühle Brise.

Sommer-Hitze

Klimagerät gegen die Hitze - Verbreiten sich dadurch Coronaviren?

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Bei der Sommer-Hitze wünschen sich viele eine Klimaanlage fürs Zuhause. Aber verbreiten die Kühlgeräte Coronaviren im Haus? Ein Experte klärt auf.

  • Eine kühle Brise in den eigenen vier Wänden* - dafür gibt es Klimageräte.
  • Gerade bei großer Hitze im Sommer liebäugeln viele mit einem Kauf.
  • Doch in Zeiten von Corona fürchten einige auch die Verbreitung von Viren.

Nachdem sich das Coronavirus auf dem Kreuzfahrtschiff Diamond Princess vermutlich auch über die Klimaanlage verbreitet hat, machen sich viele Menschen Gedanken, um die Virengefahr, die von solchen Geräten ausgeht. Gerade jetzt, wo der Sommer Deutschland fest im Griff hält, beschäftigen sich schließlich einige Verbraucher mit dem Kauf von Klimageräten für den heimischen Bedarf. Ein Experte klärt über die Virengefahr auf.

Klimageräte als Virenschleudern? Experte informiert über Verbreitung von Coronaviren

Stiftung Warentest prüfte kürzlich zehn Klimageräte auf Herz und Nieren und ließ auch den Gesundheitsaspekt von Klimaanlagen nicht aus. Dazu befragte die Prüforganisation den Experten für Klimageräte im Umweltbundesamt, Dr. Daniel de Graaf. Dieser erklärt ganz klar: „Coronaviren vermehren sich nicht in Klimageräten.“ Im Fall der Diamond Princess lag es seiner Vermutung nach an dem Lüftungssystem, das bei vielen Kreuzfahrtschiffen üblich ist: Dort würde die Abluft aus den Innenräumen über die zentralen Lüftungungsanlagen nicht vollständig an die Außenluft abgegeben, sondern teilweise wieder der Zuluft beigemischt. So würden Viren sich in Räumen verbreiten.

Klimageräte bei Stiftung Warentest

Bei einem aktuellen Test von Juni 2020 schnitt bei den Monoblöcken ein Gerät von De Longhi (werblicher Link) am besten ab.

Bei Klimageräten in Wohnungen sei das aber nicht der Fall. Zum einen vermehren sich Coronaviren nur über Wirtszellen, beispielsweise einen Menschen, wie de Graaf erklärt. Zum anderen bleibt bei dezentralen Klimaanlagen die gekühlte Luft im selben Raum - wird also nicht weiterverbreitet: „Bei dezentralen Geräten, die nur einzelne Räume kühlen, kann es nicht zu einer Verbreitung von Viren von einem Raum, in dem sich die infizierte Person aufhält, in andere Bereiche eines Gebäudes kommen. Daher ist der Betrieb dieser Geräte im Hinblick auf die Über­tragung von Coronaviren unkritisch."

Das treffe auch auf Split- und Monogeräte zu. Erstere saugen die Luft im Zimmer an, kühlen sie ab und blasen sie wieder ins gleiche Zimmer zurück, so de Graaf. Monoblöcke wälzen die Raumluft um und führen die Zimmerluft über den Abluftschlauch nach draußen ab. „Das ist beides unpro­blematisch für die Über­tragung von Viren.“

Auch interessant: Anhaltende Hitze: Kann ein Ventilator wirklich die Wohnung kühlen?

Klimaanlage reinigen, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden

Wer trotzdem etwas für die Hygiene seiner Klimageräte tun will, sollte diese nach Meinung des Experten regelmäßig warten und entsprechend den Herstellerangaben reinigen. So kommt es auch nicht zum Wachstum von Bakterien oder anderen Mikroorganismen, die ebenso wie Viren Gesundheitsprobleme hervorrufen können. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Mit Wachspapier werden Sie unschöne Flecken und Fingerabdrücke auf Wasserhähnen los. Außerdem hinterlassen Sie eine kleine Schutzschicht vor mehr Flecken. © pixabay
Was oft vergessen wird: Auch die Leisten brauchen hin und wieder ein wenig Aufmerksamkeit. Tatsächlich halten Trocknertücher den Staub für längere Zeit fern, wenn Sie die Oberflächen damit abwischen.
Was oft vergessen wird: Auch die Leisten brauchen hin und wieder ein wenig Aufmerksamkeit. Tatsächlich halten Trocknertücher den Staub für längere Zeit fern, wenn Sie die Oberflächen damit abwischen. © pixabay
Putzen Sie jedes Möbelstück oder jede Oberfläche immer von oben nach unten, damit Sie nicht wieder von vorne anfangen müssen.
Putzen Sie jedes Möbelstück oder jede Oberfläche immer von oben nach unten, damit Sie nicht wieder von vorne anfangen müssen. © pixabay
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Mit Essig können Sie Ihre Waschmaschine entkalken: Dazu reicht eine Tasse Essigessenz, die Sie in die Trommel geben und die Maschine damit bei 90 Grad laufen lassen. Allerdings greift Essig auch die Gummiabdichtungen an - eine schonendere Methode wäre die Verwendung von Zitronensäure. Diesen Vorgang sollten Sie alle zwei Monate wiederholen. © pixabay
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Nicht nur die Kissenbezüge müssen gewaschen werden, sondern auch die Kissen selbst – und das mindestens zwei Mal im Jahr. © pixabay
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