Online-Dating steht oft im Mittelpunkt vieler Diskussionen. Hilft es jetzt beim Kennenlernen und in wie weit beeinflusst es unsere Beziehungen? Foto: pixabay

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Tag der virtuellen Liebe: Kennenlernen und Flirten im Web

Region Hanau. Heute ist Tag der virtuellen Liebe und auch in der Region wird fleißig geflirtet. Doch das Onlinedating steht einmal mehr im Mittelpunkt der Diskussionen. Hat die digitale Technik das Kennenlernen, das Führen und das Beenden von Beziehungen nun leichter gemacht oder schwieriger?

Das Datingportal Zweisam.de wollte es genau wissen und hat mit Kantar TNS 2.001 Singles in Deutschland repräsentativ zu dem Thema befragt. Das Ergebnis: Laut Ansicht der Deutschen ist es dank Internet tatsächlich leichter geworden, jemanden kennenzulernen. Eher negative Auswirkung hat das Netz hingegen darauf, wie wir eine Beziehung führen und vor allem, wie wir sie beenden.

Kurz das Profil ausfüllen, ein Foto hochladen und schon klickt man sich durch Galerien mit potenziellen Partnern. Ein weiterer Klick genügt, um eine Nachricht an einen interessanten Single zu schicken. So dürfte es bei vielen Onlinedating-Portalen zugehen. Rund jeder Vierte deutsche Single (27 Prozent) begrüßt die neuen Möglichkeiten und sagt: Jemanden kennenzulernen ist durch diese Techniken einfacher geworden.

Positive Auswirkungen auf das Kennenlernen

Nur 17 Prozent bewerten sie als negativ, weitere 56 Prozent wollen keine Bewertung vornehmen oder sehen keine Effekte. Männer und Jüngere stufen die Auswirkungen auf das Kennenlernen positiver ein: 30 Prozent der Herren und 34 Prozent der Singles unter 25 Jahre heben den Daumen, wenn es um die Kontaktanbahnung im Web geht.

Doch führen wir unsere Beziehungen dank Technik auch besser? Eher nicht, sagen die deutschen Singles. Nur zwölf Prozent sehen eine positive Auswirkung, 29 Prozent bewerten die neuen Möglichkeiten als eher negativ. 59 Prozent legen sich nicht fest. Eine WhatsApp hier, ein paar Likes auf Facebook da – immerhin Männer können den digitalen Kommunikationskanälen durchaus etwas abgewinnen: 15 Prozent sehen einen Gewinn für Beziehungen, aber nur neun Prozent der Frauen.

Überraschend: 38 Prozent der unter 25-Jährigen sehen die Technik als eher hinderlich für eine Beziehung an. Möglicherweise liegt es an den Erwartungen, die viele damit verbinden, die aber nicht immer erfüllt werden, zum Beispiel wenn der Partner das neue Bild bei Instagram immer noch nicht geliket hat oder die WhatsApp ungelesen im Posteingang verschimmelt.

Fernbeziehung als positive Ausnahme

Eine positive Ausnahme stellt die Technik im Rahmen von Fernbeziehungen dar. 17 Prozent sind davon überzeugt, dass digitale Kommunikationsmittel hilfreich sind, um Distanzen zu überbrücken. Weitere 58 Prozent bewerten sie ebenfalls als hilfreich – aber nur für eine gewisse Zeit. Diesen 75 Prozent stehen 25 Prozent gegenüber, die auch bei einer Fernbeziehung nichts Positives von der Technik erwarten.

Besonders unangenehm wirken sich die virtuellen Gewohnheiten auf das Ende von Beziehungen aus, wenn sie etwa per E-Mail Schluss macht oder er Bilder der neuen Flamme auf Facebook hochlädt. Kein Wunder, dass fast jeder Zweite (48 Prozent) dem Internet eine negative Auswirkung attestiert, wenn es darum geht, wie wir unsere Beziehung beenden. Nur sechs Prozent sehen die Technik in diesem Rahmen als positiv an, 47 legen sich nicht fest. sab

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