Das Campingmobil "Active" von Adria Mobil mit Surfbrett und Hubdach.
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Urlaub mit den Campingbus bietet viel Reisefreiheit für Abenteurer.

Camping-Urlaub

Wohnmobil mieten: Mit dieser Checkliste geht bei den Urlaubsvorbereitungen nichts schief

  • Jessica Sippel
    vonJessica Sippel
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Ob luxuriös oder rustikal: Wohnwagen und Wohnmobile kann man in vielen Varianten mieten. Wir verraten, worauf Sie beim Mieten achten müssen. 

  • Camping-Urlaub ist im Trend – egal ob mit Wohnwagen, Wohnmobil oder Campingbus.
  • Als Einsteiger lohnt es sich, erst einmal einen Camper zu mieten.
  • Wir erklären, worauf beim Mieten zu achten ist.

Ob luxuriös oder rustikal – Camping-Urlaube mit Wohnwagen,Wohnmobil oder Campingbus sind schon seit Jahren sehr gefragt und durch die Corona-Pandemie auch 2020 hoch im Kurs. Wenn Sie einen Urlaub mit Camper einmal ausprobieren wollen, bietet es sich an, erst einmal einen zu mieten.

Wenn Sie einen Wohnwagen, ein Wohnmobil oder einen Campingbus mieten wollen, gibt es aber schon bei der Planung einiges zu beachten. Wir verraten, worauf Sie als Einsteiger achten sollten – vom passenden Camper bis hin zum Preis.

Welcher ist der passende Camper für mich?

Der Camping-Urlaub steht vor der Tür, nun soll ein passender Camper gemietet werden. Aber welcher ist der Richtige? Bevor es in den Urlaub geht, gilt es, folgende Fragen zu beantworten:

  • Wann ist die Reise?
  • Mit wie vielen Personen geht es in den Urlaub?
  • Wohin wollen Sie mit dem Camper fahren?

Diese Fragen sind wichtig, um herauszufinden, welches Wohnmobil das richtige für den Urlaub ist – vor allem, wenn man das erste Mal mit dem Camper auf Reisen ist.

Den richtigen Camper finden: Wohnmobile und Wohnwagen haben großzügig Platz

Viel Platz – zum Beispiel für eine vierköpfige Familie – bieten Wohnmobil und der Wohnwagen. Beide sind in der Regel mit großzügigen Schlafplätzen, Wohnraum, Küche mit Kühlschrank, Herd und Spüle ausgestattet. Zudem gehören WC, Heizung, Dusche, viel Stauraum und fließend warmes Wasser dazu. Allerdings ist man bei einem Wohnwagen abhängig von Campingplätzen und man benötigt ein Auto, das den Camper zieht. Vor Ort abgestellt, kann man dann aber mit dem eigenen Auto die Gegend erkunden.

Ein Komplettpaket ist dagegen ein Wohnmobil: Fahrzeug, Schlafplatz, Wohnraum, Küche und Bad in einem. Ein Wohnmobil gibt es ebenfalls einfacher, aber auch sehr luxuriös. Bis zu vier Personen können im Wohnmobil bequem reisen.

Luxus-Wohnmobil mit integrierter Autogarage.

Es gibt sogar besonders große und luxuriöse Wohnmobile, die eine Garage für einen Kleinwagen oder ein Boot integriert haben. Aber der großzügige Platz hat auch einen Nachteil: Oft sind so große Wohnmobile unpraktisch zu fahren, Varianten mit teilweise über sieben Meter Länge und weit herausstehender Heckgarage sind schwer zu rangieren, in engeren Kurven und steileren Hängen kann es da schon mal ungemütlich werden

Übernachten kann man mit dem Wohnmobil zudem nicht nur auf Campingplätzen, sondern auf zahlreichen offiziellen Stellplätzen, die in zahlreichen Städten in Europa zur Verfügung stehen. Aber Achtung: wildes Camping ist in einigen Ländern verboten und kann richtig teuer werden.

Den richtigen Camper finden: Reisefreiheit pur mit dem Campingbus und dem Kastenwagen

Reist man alleine oder zu zweit, braucht wenig Luxus und ist eher auf Abenteuer aus, reicht vielleicht schon ein Campingbus Er ist klein, praktisch und alltagstauglich, da man mit einem Campingbus sehr mobil ist. Aber ist hier alles auf das Wesentliche reduziert: kleine Kochnische und Schlafplatz. Dusche und Toilette sucht man hier allerdings vergeblich. Die Wassertanks fallen ziemlich klein aus, für eine ausgiebige Dusche würde es ohnehin nicht reichen.

Eng verwandt mit dem Wohnmobil ist der Kastenwagen, ein auf Basis eines Transporters ausgebautes Campingmobil. Er ist quasi ein vollwertiges Wohnmobil im Taschenformat, mit den Vorteilen eines Campingbusses. Es gibt natürlich einen Schlafplatz, Küche, einen kleinen Kühlschrank oder eine Kühlbox, ein Bad mit WC und Dusche und eine kleine Sitzecke. Bei großen Modellen gibt es über der Fahrerkabine noch ein Hubbett oder einen Schlafplatz in einem Hubdach – ideal für Familien. Das alles bietet der Kastenwagen aber auf deutlich geringerem Platz – ein wesentlicher Unterschied zum großen Wohnmobil. Vorteil: Mehr Reisefreiheit, Alltagstauglichkeit und wendigeres Fahren

Camper mieten: Auf genügend Stauraum und Gewichtsgrenzen achten

Wer schon im Voraus weiß, wie er seinen Urlaub gestalten will, sollte auf den entsprechenden Stauraum achten. Hat der Camper eine Anhängerkupplung zum Beispiel für einen Fahrradträger? Gibt es genügend Stauraum für Campingmöbel, Surfbretter, Kanu oder Gummiboot?

Dabei sind aber besonders die Gewichtsgrenzen und Achslasten zu beachten. Berücksichtigen müssen Sie dabei besonders die Füllmenge der Frisch- und Abwassertanks.

Der Preis des Campers hängt von der Reise ab

Auf einen Campingurlaub weicht man oft spontan aus, dabei ist auch hier eine frühe Planung wichtig. Vor allem, wenn man einen Camper mieten will. Die Mietpreise von Campern sind sehr unterschiedlich. Über die Webseite des ADAC werden verschiedene Anbieter vermittelt. Die Preise für Wohnmobile von Anbietern im Raum Frankfurt mit vier Schlaf- und Sitzplätzen liegen zwischen 570 und 750 Euro für sieben Nächte. 1800 bis 2100 Kilometer sind dabei frei, jeder weitere Kilometer kostet zusätzlich 38 Cent (Reisezeitraum 1.-8. Oktober 2020).

Tipp: Die Reiseroute planen und Geld sparen. Wer schon im Vorfeld genau seine Route kennt, sollte die Streckenkilometer genau nachrechnen. Legt man weite Strecken zurück, ist ein Camper-Angebot mit teurerem Tagessatz aber ohne zusätzliche Kilometerbegrenzung oft günstiger. Ist die Reisestrecke kürzer als die Freikilometer des Angebots, kann die Abrechnung kilometerweise günstiger sein.

Auch früh planen kann sich finanziell lohnen: In der Nebensaison zahlt man durch günstigere Tarife und Sonderangebote häufig weniger Miete für den Camper. Auch sind in der Hauptsaison viele Camper ausgebucht oder teurer. Zudem sollte man sich den Mietvertrag genau durchlesen, ob dort eventuell versteckte Kosten auftauchen, etwa „zusätzliche Reinigungskosten“, „Instandsetzungskosten“ oder Ähnliches.

Klären Sie vorab auch unbedingt wichtige Fragen: Inwiefern sind Sie versichert? Was passiert bei Defekten am Camper? Welche Reparaturen dürfen Sie als Mieter unterwegs und ohne Rücksprache ausführen lassen? Wird im Falle des Falles ein Ersatzfahrzeug gestellt? Wer kommt für Reparatur- und Rückführungskosten bei einer Panne auf? Wie hoch ist die Kaution? Stellen Sie klar, dass Sie die Kaution bei ordentlicher Rückgabe des Fahrzeugs direkt wiederbekommen.

Vor Ort: Checkliste beim Mieten eines Campers

  • Ist der Camper sauber? Auch hinter den Polstern und Möbeln?
  • Sanitärbereich und WC sauber?
  • Fäkaltank leer?
  • Frischwassertank voll?
  • Wasser- und Abwasserleitungen dicht?
  • Funktionieren alle Wasserhähne und sind dicht?
  • Innenraum trocken oder Stockflecken sichtbar?
  • Ist das Inventar vollständig?
  • Funktioniert alles weitere? (Kühlschrank, Heizung, Kocher, Boiler, Fenster, Rollos, Bettbau, Türen, Klappen, Schubladen, Lampen, etc?

Zu großes Wohnmobil, zu viel einpacken, ein zu voller Abwassertank – Diese und noch weitere Fehler machen Camping-Urlauber häufig, wenn sie noch keine Erfahrung mit Camping haben. (Von Jessica Sippel)

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