Fluggäste gehen durch den Flughafen.
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Bei der Einreise in ein anderes Land sollten Sie auf die Corona-Maßnahmen vor Ort achten. (Symbolbild)

Oder Haftstrafe

Urlauber missachtet Corona-Regeln: Jetzt drohen ihm fast 500.000 Euro Strafe

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Ein US-Amerikaner hielt sich bei der Durchreise in Kanada nicht an die Corona-Regelungen - das könnte nun heftige Konsequenzen bis hin zur Haftstrafe nach sich ziehen.

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben zahlreiche Länder weltweit Maßnahmen eingeleitet, die die Bürger schützen sollen. Insbesondere Reisende sind immer wieder von Einschränkungen betroffen - so dürfen Urlauber aus Ländern mit hohen Infektionszahlen oft nicht ohne Weiteres durch ein Nachbarland reisen. Ein Amerikaner hat solche Regeln missachtet: Nun drohen ihm fast 500.000 Euro Strafe - oder bis zu sechs Monate Gefängnis.

Kanada-Urlaub in Corona-Zeiten: Einreisebeschränkungen für US-Amerikaner

Ein Mann aus Kentucky reiste im Juni durch Kanada. Das könnte ihm nun zum Verhängnis werden: Kanada hält nämlich seine Grenzen seit dem 31. März für Amerikaner geschlossen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Allein eine direkte Durchreise zu oder von Alaska ist ihnen erlaubt. Wer unterwegs in einem Hotel übernachtet, darf das Gebäude nicht verlassen - Besuche von Nationalparks oder anderen Touristen-Attraktionen sind nicht gestattet.

Auch interessant: Corona-Risikogebiete aktuell: Vor der Einreise in diese Länder warnt das Auswärtige Amt.

Mann missachtet Corona-Regeln in Kanada - mit schweren Folgen

Trotzdem scheinen viele Amerikaner diese Möglichkeit der Einreise dazu zu nutzen, um doch längere Zeit in Kanada zu verbringen. So auch der betroffene Mann aus Kentucky. Ein Mitarbeiter des Hotels, in dem er übernachtete, vermutete, dass er sich nicht an die Quarantäne-Regelungen halte - worauf eine erste safte Strafe von 1.200 kanadischen Dollar - umgerechnet 770 Euro - verhängt wurde, wie das Online-Portal NPR berichtete.

Anscheinend war der Mann aber unbelehrbar. Die Anordnung der Polizei, im Hotel zu bleiben und am nächsten Tag abzureisen, hielt er nicht ein - stattdessen entdeckten ihn die Beamten am nächsten Tag in seinem Auto an einer örtlichen Touristen-Attraktion. Daraufhin wurde der Mann festgenommen und wegen der Verletzung des kanadischen Quarantäne-Gesetzes angeklagt.

Nun soll er im November vor Gericht erscheinen. Ihm droht eine Geldstrafe von 750.000 kanadischen Dollar (ca. 500.000 Euro) oder eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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