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Schluss mit 10-Euro-Tickets bei Ryanair – zukünftig sollen sie mindestens fünfmal so viel kosten

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Von: Franziska Kaindl

Ryanair-Chef Micheal O‘Leary kündigte nun an, dass Billigtickets bei seiner Airline bald nicht mehr zu finden sein werden. Grund sind die gestiegenen Ölpreise.

Für rund 20 Euro nach Mallorca und zurück – ein wahrer Traum für Urlauber, ein Alptraum für Umweltschützer. Doch gerade vor der Corona-Pandemie waren solche Angebote keine Seltenheit. Auch Ryanair lockt Kunden regelmäßig mit Billigtickets zu beliebten Urlaubsdestinationen. Damit soll aber bald Schluss sein, wie Airline-Chef Michael O‘Leary nun dem BBC erklärte: „Ich glaube, die wirklich günstigen Tarife – die Ein-Euro-Tarife, die 0,99-Euro-Tarife und sogar die 9,99-Euro-Tarife – werden Sie in den nächsten Jahren nicht mehr finden“, so die Ankündigung.

Rynair-Logo am Flugzeugheck.
Ryanair machte sich jahrelang mit Billigtickets einen Namen. © Jakub Porzycki/Imago

Billigtickets ade: Bald soll fliegen bei Ryanair mindestens 50 Euro kosten

Als Grund für das Aus der Billigtickets nennt O‘Leary die gestiegenen Ölpreise aufgrund des Ukraine-Konflikts. In den nächsten fünf Jahren könnten die durchschnittlichen Ticketpreise daher von aktuell 40 Euro auf 50 Euro ansteigen. Trotzdem bezweifele er, dass Menschen wegen der gestiegenen Energiekosten aufs Reisen verzichten – stattdessen würden Menschen noch mehr nach Billigangeboten suchen, so seine Meinung: „Ich denke, die Leute werden noch viel sensibler für Preise werden und daher ist es meine Sicht, dass viele Millionen nach günstigeren Tarifen Ausschau halten werden“.

Ryanair steht trotz Corona-Krise gut da

Hinsichtlich der Corona-Pandemie und dem damit einhergehendem Personalmangel an Flughäfen hat auch Ryanair zu kämpfen. Er habe „wenig Verständnis“ für das Chaos an den Airports, da die Flugpläne schon Monate im Voraus bekannt seien und hätten daher ausreichend Zeit gehabt, sich um Sicherheitspersonal zu kümmern. Seine Airline stehe im Verhältnis noch gut da, da man schon im letzten Herbst trotz Omikron-Welle neues Kabinenpersonal und Piloten ausgebildet und eingestellt hätte. Tatsächlich zeigt auch eine Analyse des Luftverkehrsforschungsunternehmens OAG, dass Ryanair in diesem Jahr bisher am wenigsten von kurzfristigen Flugausfällen betroffen war.

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