Flugzeug Airbus 320 beim Start
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Die Fluggesellschaft Icelandair feuerte alle Flugbegleiter. (Symbolbild)

Nach langen Verhandlungen

Airline entlässt alle Flugbegleiter - jetzt soll doch neu verhandelt werden

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Bei der Fluggesellschaft Icelandair hat es am Freitag mächtig gekracht: Nachdem Tarifverhandlungen gescheitert waren, wurden alle Flugbegleiter gefeuert.

  • Wochenlange Tarifverhandlungen zwischen Icelandair und der Flugbegleiter-Gewerkschaft FFÍ waren am Freitag gescheitert.
  • Daraufhin feuerte die Airline* kurzerhand alle Mitarbeiter.
  • Die Piloten sollten stattdessen den Bordservice übernehmen.

Nach langwierigen Verhandlungen zwischen Icelandair und der inländischen Flugbegleiter-Gewerkschaft Flugfreyjufélag Íslands (FFÍ) waren beide Parteien zuletzt zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen. Darum kündigte die nationale Fluggesellschaft am Freitag (17. Juli) an, alle Flugbegleiter zu entlassen. Stattdessen sollten die Piloten vorübergehend den Bordservice übernehmen, der auf ein Minimum beschränkt werden sollte. Nun rudert die Airline aber wieder zurück.

Icelandair feuert alle Flugbegleiter - oder doch nicht?

Nach der Ankündigung zum Freitag kam es offensichtlich zu weiteren Gesprächen zwischen der Airline und der Gewerkschaft. In der Nacht zum Sonntag sei ein neuer Tarifvertrag verhandelt worden, wie die FAZ unter Berufung auf die isländische Tageszeitung „Fréttablaðið“ schreibt. Dieser soll am Montag den FFÍ-Mitgliedern vorgelegt werden. „Ich hoffe aufrichtig, dass die Mitglieder von FFÍ dem neuen Vertrag zustimmen“, meinte der Geschäftsführer Bogi Nils Bogason am Sonntag. Der Vertrag solle für eine höhere Effizienz bei den Arbeitsabläufen sorgen, ohne dass Gehälter des Personals gekürzt werden müssten.

Die Tarifverhandlungen waren Teil einer finanziellen Umstrukturierung, die das Unternehmen vornehmen wollte. Auch Icelandair leidet unter den Folgen der Corona-Krise und versuchte über die Neuverhandlung der Tarifverträge wettbewerbsfähig zu bleiben. Analysten hatten das Unternehmen darauf hingewiesen, dass es ihrem Personal im Vergleich zum globalen Markt ein überdurchschnittlich hohes Gehalt zahle.

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Icelandair und die Flugbegleiter-Gewerkschaft: Verhandlungen ziehen sich seit Wochen

Schon im Juni schien eine Einigung nahe: Beide Parteien einigten sich auf einen Tarifvertrag mit niedrigeren Löhnen für die Flugbegleiter. Der neuen Vereinbarung stimmten aber nur 24 Prozent der FFÍ-Mitglieder zu - 73 Prozent lehnte sie ab. „Leider sind die Verhandlungen mit dem isländischen Verband der Kabinenbesatzungsmitglieder ohne Abschluss zu Ende gegangen. Am 8. Juli lehnten die Mitglieder des isländischen Verbands des Kabinenpersonals einen neuen Tarifvertrag ab, der zwischen den Verhandlungsausschüssen der Parteien vereinbart und unterzeichnet worden war. Obwohl die Verhandlungen nach Bekanntgabe der Abstimmungsergebnisse fortgesetzt wurden, hat sich nun gezeigt, dass ein einvernehmlicher Abschluss nicht erreicht werden kann", erklärte die Airline laut Iceland Monitor noch am Freitag.

Über die neue Vereinbarung, die den FFÍ-Mitgliedern am Montag vorgelegt wird, soll nun bis zum 27. Juli abgestimmt werden. Die Airline zeigt sich optimistisch, dass die Vereinbarung von den Mitgliedern akzeptiert wird und die Zukunft der Fluggesellschaft und ihrer Mitarbeiter*innen gesichert ist. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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