Menschen baden am Strand in Griechenland
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Griechenland lockte Urlauber lange Zeit mit niedrigen Corona-Fallzahlen. (Symbolbild)

Das ändert sich

Griechenland-Urlaub in Gefahr? Regierung führt Maskenpflicht im Freien ein - beliebte Insel betroffen

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Schon vorige Woche hat die griechische Regierung die Corona-Maßnahmen aufgrund steigender Infektionszahlen verschärft. Nun folgen weitere Regeln in beliebten Touristengebieten.

  • Griechenland lockte Urlauber mit vergleichsweise niedrigen Corona-Fallzahlen.
  • Jetzt steigen die Infektionszahlen weiter an - und die Regierung reagiert erneut.
  • Verschärfte Regeln betreffen beliebte Urlaubsregionen in Griechenland.

Griechenland-Urlaub: Regierung verschärft Corona-Maßnahmen weiter

Update vom 20. August 2020: Nicht nur in Kroatien und Spanien, sondern auch in Griechenland steigen die Infektionszahlen mit dem Coronavirus wieder an. Während erstere beide Destinationen nun großflächig oder teilweise mit Reisewarnungen belegt wurden, ist bisher noch keine griechische Region als Risikogebiet eingestuft. Trotzdem ergreift die griechische Regierung verstärkt Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Schon vorige Woche kam es deshalb zu verschärften Regelungen - die nun weiter festgezurrt wurden.

Auf der Insel Mykonos und der Halbinsel Chalkidiki gilt deshalb von Freitag, 21. August, an eine Maskenpflicht, wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf den griechischen Zivilschutz schreibt. Vorerst bis Ende August muss der Mund-Nasen-Schutz im Innen- und Außenbereich getragen werden. Bis zum 31. August sind zudem Konzerte, Feiern, religiöse Zeremonien, Märkte und Zusammenkünfte von mehr als neun Personen sowohl auf Mykonos als auch auf Chalkidiki verboten. In Restaurants dürfen pro Tisch nur vier Personen Platz nehmen - bei Familienmitgliedern sind es sechs.

Die verschärften Maßnahmen wurden vorgenommen, nachdem ein Rekordwert von 269 Neuinfektionen registriert worden war. Zahlreiche Fälle wurden in den beiden Touristenregionen festgestellt.

Corona-Infektionen in Griechenland steigen an - Regierung verschärft Regeln

Ursprungsartikel vom 11. August 2020: Wer trotz Corona-Pandemie im Sommer 2020 noch einen Urlaub im sonnigen Süden machen wollte, ist nach Griechenland oder Kroatien gereist. Beide Länder wiesen vergleichsweise niedrige Infektionszahlen mit dem Coronavirus vor. Nun ändert sich aber die Lage: Nachdem bereits in Kroatien* die Corona-Zahlen angestiegen sind, ist dies nun auch in Griechenland der Fall. Die Regierung verschärft deshalb nun die Regeln.

Griechenland-Urlaub: Corona-Infektionszahlen steigen an einem Tag so stark wie noch nie zuvor

Nachdem ein Mitarbeiter der griechischen Regierung am Vortag 203 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt gegeben hatte, wurden die Corona-Maßnahmen im Land am 10. August verschärft. Bei den Neuinfektionen handelt es sich um die höchste tägliche Zahl seit dem Ausbruch der Pandemie im Februar. Seit Ende Juli steigen die Corona-Fallzahlen in Griechenland nun stetig an - ungefähr einen Monat nachdem die Einreise von Touristen zahlreicher Länder wieder erlaubt wurde. Insgesamt verzeichnet Griechenland damit 5.623 Erkrankungen laut dem European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) (Stand: 10. August).

Auch interessant: Sommer-Urlaub 2020: In diesen Reiseländern sind die Corona-Zahlen niedrig.

Regierung Griechenlands verschärft Corona-Maßnahmen

Die griechische Regierung reagiert auf die erhöhten Fallzahlen mit Verschärfungen: Nun müssen alle Tavernen, Bars und Discos in zahlreichen Regionen des Landes, darunter auch beliebte Touristengebiete wie Kreta, Santorin oder Mykonos, täglich spätestens um 24 Uhr schließen. Diese verschärfte Regelung gilt vorerst bis zum 23. August, wie eine Regierungssprecherin in Athen mitteilt. Eine traditionelle Messe von Thessaloniki, deren Partnerland dieses Jahr Deutschland gewesen wäre, wurde abgesagt. Sie sollte vom 5. bis 13. September stattfinden.

Weiterhin müssen alle Menschen, die über den Landweg einreisen, ab dem 17. August einen negativen Corona-Test vorweisen - dabei spielt es keine Rolle, aus welchem Land sie einreisen. Der vorgelegte Test darf dabei nicht älter als 72 Stunden sein. Trotzdem ist die Einreise aus EU-Staaten, unter anderem Deutschland, weiterhin erlaubt. Die bisherigen Regeln gelten aber weiterhin: Mindestens 24 Stunden vor der Einreise müssen sich Urlauber elektronisch anmelden und einen QR-Code vorweisen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Deutsche Familie begeht kleinen Fehler bei der Griechenland-Einreise - Jahres-Urlaub platzt.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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