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Fast jeder dritte Beschäftigte in Sorge vor möglicher Corona-Ansteckung am Arbeitsplatz – laut Umfrage

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Von: Anne Hund

Das Gespräch mit dem Chef sollte möglichst konstruktiv sein.
Die Homeoffie-Pflicht für Unternehmen läuft bald aus. © Silas Stein/dpa (Symbolbild)

Die Sorge vor einer möglichen Corona-Infektion am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin treibt einer Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zufolge weiterhin viele Beschäftigte um.

Für viele Beschäftigte bedeutet der Wegfall der Homeoffice-Pflicht zum 20. März, dass sie danach wieder öfter an ihren Arbeitsplatz kommen. Angesichts weiterhin hoher Fallzahlen sorgen sich viele Beschäftigte derweil weiterhin, sich am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin mit dem Coronavirus* anzustecken: Im Februar gaben 31 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei einer Umfrage an, sich diesbezüglich Sorgen zu machen, wie die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung am 8. März mitteilte. „Der Wert ist damit gegenüber den Vormonaten nahezu unverändert und deutlich höher als noch im Oktober 2021, als dies nur auf 21 Prozent zutraf“, heißt es weiter in der Mitteilung. Auch faz.net hatte über die Umfrage berichtet, an der sich seit Beginn der Corona-Pandemie fast 98.000 Beschäftigte beteiligt hätten.

Besonders betroffen seien all diejenigen, die in ihrem Beruf direkten Kontakt zu vielen anderen Menschen hätten, heißt es in der Mitteilung der Hans-Böckler-Stiftung weiter. „Angesichts hoher Inzidenzen in Schulen und Kindertagesstätten gehören dazu die Beschäftigten im Bereich Soziales, Bildung und Erziehung, von denen zuletzt zwei Drittel (67 Prozent) Sorgen vor einer Ansteckung hatten. Auch im Bereich Gesundheit und Pflege (52 Prozent) sowie den Verkaufsberufen (46 Prozent) gaben dies überdurchschnittlich viele Befragte an.“

Dies sei das Ergebnis einer Umfrage des Portals Lohnspiegel.de, an der sich seit Beginn der Pandemie fast 98.000 Beschäftigte beteiligt hätten. Lohnspiegel.de wird vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung wissenschaftlich betreut.

Lesen Sie zudem: Corona-Quarantäne: In welchen Fällen Sie sich beim Arbeitgeber sofort krankmelden können.

Wegfall der Homeoffice-Pflicht zum 20. März 2022

„Mit dem Wegfall der Homeoffice-Pflicht zum 20. März steigt das Infektionsrisiko auch für Beschäftigte, die bisher gut geschützt im heimischen Büro gearbeitet haben“, sagt Dr. Elke Ahlers, Expertin für Arbeit und Gesundheit am WSI, laut der Mitteilung. Viele Arbeitgeber hätten im Laufe der Pandemie zwar flexible Regeln zum mobilen Arbeiten eingeführt und wollten diese auch dauerhaft beibehalten. Trotzdem zeichne sich ab, dass die Büroetagen in den kommenden Monaten wieder voller werden.

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Bericht: AHA+L-Regel weiterhin am Arbeitsplatz laut Entwurf

Entfallen die verpflichtenden Homeoffice-Regeln, bedeute das, dass Arbeitnehmer wieder ins Büro kommen müssten, „wenn nicht anders von Seiten des Arbeitgebers kommuniziert“, wie auch der Business Insider berichtete. Allerdings sollen – so schrieb Businessinsider.de am 4. März –, auch weiterhin betriebliche Personenkontake vermindert werden, wie es nun in einem Referentenentwurf des Arbeitsministeriums heiße, der dem Business Insider vorliege. Der Entwurf gebe vor, dass am Arbeitsplatz weiterhin die AHA+L-Regel greifen soll, heißt es weiter in dem Bericht. AHA+L stehe für Abstand, Hygiene, Alltagsmaske und Lüften. Es solle also weiterhin eine Maske getragen werden, wenn Innenräume beispielsweise von mehreren Personen benutzt würden, sowie ein Abstand von 1,50 Metern von einer Person zur anderen eingehalten würden, berichtet das Portal.

Außerdem solle regelmäßig gelüftet werden. Die Schutzmaßnahmen müssten auch während der Pausenzeiten und in den Pausenbereichen eingehalten werden, so der Business Insider. In dem Entwurf heißt es dem Bericht zufolge zudem, Homeoffice solle „weiter in Erwägung gezogen werden, wenn zum Beispiel in Großraumbüros die Gefahr einer raschen Infektionsausbreitung in größeren Beschäftigtengruppen besteht“.

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Arbeitgeber können Homeoffice freiwillig anbieten

Nachdem die Homeofficepflicht ausläuft, können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern zudem freiwillig anbieten, weiterhin im Homeoffice zu arbeiten. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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