Wem Zeit und Muße fehlen, kann sich seine Bewerbung auch von Dienstleistern schreiben lassen.
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Wem Zeit und Muße fehlen, kann sich seine Bewerbung auch von Dienstleistern schreiben lassen.

Richtig gut bewerben

Ist es sinnvoll, sich eine Bewerbung professionell schreiben zu lassen?

Fällt Ihnen die perfekte Bewerbung schwer, können Sie diese von einem professionellen Anbieter erstellen lassen. Das kann aber auch Nachteile bringen.

Eine Bewerbung zu schreiben, empfinden viele Menschen als aufreibend: Es kostet sie Zeit und Mühe. Zusätzlich empfinden viele Bewerber eine große Unsicherheit, ob ihre Unterlagen überhaupt gut genug sind. Eine Möglichkeit ist es, sich die Bewerbungsmappe* professionell erstellen zu lassen. Dies kann Ihnen durchaus Vorteile bringen – birgt allerdings auch Risiken. Eins vorweg: Legal ist es in jedem Fall – vorausgesetzt, Ihre Bewerbung entspricht der Wahrheit und ist nicht gefälscht.

Mit einem professionellen Anschreiben bewerben Sie sich richtig gut

Fällt es Ihnen besonders schwer, eine professionelle Bewerbung zu verfassen, könnten Sie mit einem Ghostwriter richtig liegen. Entscheidend ist dabei der richtige Anbieter. Dieser sollte Ihre Branche gut kennen und entsprechend formulieren können. Entscheidend ist außerdem, einen Dienstleister zu engagieren, der sich individuell mit Ihnen und Ihrer Bewerbung auseinandersetzt.

So profitieren Sie von einem Bewerbungsprofi:

  • Ihre Unterlagen sind vollständig, professionell und zeitgemäß aufgearbeitet.
  • Eine professionelle Schreibe erhöht eventuell Ihre Chancen auf ein Vorstellungsgespräch.
  • Bewerben Sie sich aus Ihrem Job heraus, erspart es Ihnen einiges an Mühe.
  • Es stärkt Ihr Selbstvertrauen, wenn Sie den Bewerbungsfrust abgeben.
  • Im engen Austausch mit einem Experten erfahren Sie viel über sich selbst und Ihre Qualifikationen.

Lesen Sie auch: Karrierekiller: Diese Floskeln sollten Sie unbedingt aus Ihrer Bewerbung streichen.

Eine professionelle Bewerbung kann Ihnen Nachteile bringen

Auch wenn sich eine fachmännisch erstellte Bewerbung toll liest: Viele Personaler raten davon ab. Der erste Nachteil ist der hohe Preis. Für eine vollständige Bewerbung zahlen Sie mindestens 150 Euro. Es gibt aber noch weitere Gegenargumente.

In diesen Fällen ist es nicht sinnvoll, sich die Bewerbung schreiben zu lassen:

  • Gehört es zu Ihrem Beruf, sicher formulieren zu können, ist Ghostwriting ein No-Go.
  • Erstellt der Anbieter Ihre Bewerbung nach Blaupause, ist sie wenig individuell. Solche Anschreiben landen schnell auf dem Absage-Stapel.
  • Machen Sie sich nicht mit den Inhalten der Bewerbung vertraut, könnten Sie im Vorstellungsgespräch darüber stolpern.
  • Personaler schätzen es, wenn Sie sich Zeit für ihr Unternehmen nehmen – es zeugt nicht von großer Motivation, wenn Sie anderen diese Arbeit überlassen.

Bedenken Sie immer: Oft liegt es nicht an Ihren Qualifikationen, dass Sie eine Stelle nicht bekommen. Personaler wünschen sich Mitarbeiter, die gut ins Unternehmen passen. In den meisten Fällen geht es daher nicht um die perfekte Bewerbung, sondern um eine authentische. Gerade an diesem Punkt siegt möglicherweise die Bewerbung mit Schönheitsfehlern.

Lesen Sie auch: Lebenslauf: Lassen Sie diese Angaben lieber weg – sie sind total veraltet.

Die perfekte Bewerbung aus eigener Hand

Statt sich an einen Ghostwriter zu wenden, gibt es für Sie noch andere Möglichkeiten, Ihr Bewerbungsanschreiben zu verbessern. Diese könnten Ihnen nicht nur mehr Vorteile bringen – sondern eventuell auch noch Kosten sparen.

  • Bei einem Bewerbungscoaching analysieren Sie gemeinsam mit einem Experten Ihre beruflichen und persönlichen Stärken. Sie erhalten Profitipps, wie Sie optimal auf eine Stellenausschreibung reagieren und werden so sicher darin, selbst eine gute Bewerbung zu verfassen.
  • Viele Dienstleister bieten Ihnen auch an, Ihre Unterlagen zu prüfen. Dabei analysieren Sie mögliche Schwachstellen – die Arbeit bleibt dennoch in Ihrer Hand.
  • In vielen Fällen ist eine professionelle Unterstützung auch gänzlich unnötig. Oft können auch schon Freunde oder Familienmitglieder mit einem guten Blick die Bewerbung bewerten und korrigieren.

(ls) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Lesen Sie auch: Bewerbung 2021: Zwei beliebte Dokumente brauchen Sie bei Jobsuche bald nicht mehr vorlegen.

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Quellen: karrierebibel.de, stellenmarkt.faz.net, karriere-jet.de

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen. © pexels
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf. © pixabay
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln. © pexels
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch. © pexels
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen. © pixabay
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle. © pixabay
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen. © pexels
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. © pixabay
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken.
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken. © pexels
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste. © pixabay

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