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Milchalternativen wie Hafermilch: Sind die pflanzlichen Drinks gesünder als Kuhmilch? Ein Nährstoff-Vergleich

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Von: Johanna Werning

Die Auswahl bei pflanzlicher Milch ist riesig. Viele Menschen greifen zu Milchalternativen wie Hafermilch. Doch dabei sollten Verbraucher auf eine Sache achten.

Ob Hafer-, Mandel oder Sojamilch. Die pflanzlichen Milchalternativen* werden immer beliebter – nicht nur bei Veganern und bei Menschen, die eine Laktoseintoleranz haben. Immerhin werben die Hersteller damit, dass die pflanzliche Milch nicht nur nachhaltiger, sondern auch viel gesünder als Kuhmilch ist. Aber ist das wirklich so?

Alternativen zur Milch: Ist pflanzliche Milch wirklich besser als Kuhmilch?

Eine Frau trinkt Milch aus einer Tasse.
Wie gesund sind pflanzliche Milchalternativen wirklich? © Sergio Monti/dpa

Die vegane Milch-Auswahl im Supermarkt ist riesig: Mittlerweile füllen pflanzliche Milchalternativen wie Hafermilch-Tüten die Regale. Doch die Milcharten unterscheiden sich nicht nur in Farbe, Konsistenz und Geschmack. Auch bei den Nährstoffen gibt es große Unterschiede.

Inwieweit Milchalternativen im Vergleich zur Kuhmilch jedoch gesünder sind, lässt sich nur schwer feststellen. Trotz unzähliger Studien. Der Knackpunkt: Menschen, die häufig pflanzliche Milch konsumieren, führen generell einen gesünderen Lebensstil. Sie ernähren sich bewusster und treiben häufig mehr Sport.

Auch im direkten Vergleich der Nährwerte gibt es sowohl bei der Kuhmilch als auch bei der Pflanzenmilch Vor- und Nachteile. Während zum Beispiel Hafermilch cholesterinarm ist, bietet Kuhmilch „eine größere Zahl an Makronährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen“, so Quarks.

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Davor warnt auch die Studie „Nutritional and health attributes of milk and milk imitations“ aus dem Jahr 2020. „Wird Kuhmilch durch nicht angereicherte und nicht ergänzte pflanzliche Getränke ersetzt, riskieren die Verbraucher einen Mangel an Kalzium, Zink, Jod, den Vitaminen B2, B12, D und A sowie an unentbehrlichen Aminosäuren.“

Darum heißten pflanzliche Milchalternativen oft „Drinks“

Zwar spricht man im Alltag von „pflanzlicher Milch“ oder von „Milch-Alternative“, auf den Produkten steht jedoch meistens nur „Drink“ – und das hat einen Grund: In Europa dürfen die pflanzlichen Getränke nicht als Milch vermarktet werden. Denn der Begriff ist rechtlich geschützt. Laut Verordnung gilt ein Produkt nur als Milch, wenn es „das unveränderte Gemelk einer oder mehrerer Kühe, Schafe, Ziegen oder Büffel“ ist. Dabei gibt es nur eine Ausnahme: Kokosmilch.

Zu pflanzlichen Milch-Alternativen zählen: Hafermilch, Sojamilch, Mandelmilch, Hanfmilch, Reismilch, Erbsenmilch, Nussmilch, Kokosmilch und Lupinenmilch.

Angst vor einer Mangelernährung wegen des Konsums von Milchalternativen müssen Sie jedoch dennoch nicht haben. Viele Hersteller führen ihren Milchalternativen Vitamine oder Calcium bei der Produktion hinzu. Und auch die Studie zeigt, dass die Gefahr vor Mangelerscheinungen lediglich bei Säuglingen oder Kleinkindern gelte. Für Erwachsene könne die pflanzliche Alternative „eine Abwechslung auf dem Speiseplan darstellen“, heißt es in der Studie weiter. (jw) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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