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Darmkrebs-Vorsorge: Bei diesen Symptomen sollten Sie handeln

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Von: Sophia Lother

Passanten laufen 2009 in München durch ein begehbares Darmmodell. Durch die Darstellungen von Wucherungen und Polypen soll aufdas Thema Darmkrebs sensibilisiert werden. (Archivfoto)
Passanten laufen 2009 in München durch ein begehbares Darmmodell. Durch die Darstellungen von Wucherungen und Polypen soll aufdas Thema Darmkrebs sensibilisiert werden. (Archivfoto) © Peter Kneffel/dpa

Darmkrebs ist die dritthäufigste Tumorart in Deutschland. Der Krebs entwickelt sich oft unerkannt. Auf welche Symptome Sie achten sollten.

Frankfurt – Darmkrebs entwickelt sich oft schleichend. In Deutschland kommt dieser Krebs sehr häufig vor. Bei Frauen gehört er nach Brustkrebs zu den häufigsten Tumordiagnosen. Bei Männern kommt Darmkrebs als am dritthäufigsten ermittelte Krebsart 2018 vor. Häufiger ist bei Männern Prostata- und Lungenkrebs.

Die aktuelle Auswertung des Robert Koch-Institut hat unter anderem untersucht, wie häufig ein Darmtumor innerhalb der Krebssterbefälle vorkommt. Hier zeigt sich, wie gefährlich eine Krebserkrankung im Darm tatsächlich ist. Früh erkannt sind die Heilungschancen bei Darmkrebs* jedoch vielversprechend. Deshalb ist es umso wichtiger, mögliche Symptome ernst zu nehmen.

Warnzeichen bei Darmkrebs: Welche Symptome auf den Krebs hinweisen können

Das Problem bei Darmkrebs: Er wächst häufig langsam und ist für Erkrankte, gerade in frühen Stadien, nur schwer feststellbar. Macht sich der Tumor schließlich bemerkbar, können die Symptome auch durch andere Darmerkrankungen ausgelöst werden. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrum (dkfz) hat folgende Symptome für Darmkrebs aufgeführt:

Auch auf eine Reihe von unspezifischen Symptomen, die offenbar erst einmal nichts mit dem Darm zu tun haben, weist das dkfz hin. Denn ganz allgemein können auf Tumorerkrankungen auch „eine ungewöhnliche Minderung der Leistungsfähigkeit und häufige Müdigkeit“ hinweisen. Zudem könnten auch Nachtschweiß und wiederholtes leichtes Fieber Anzeichen für Krebs sein.

Wenn die Krebserkrankung noch weiter fortschreitet, können noch weitere Symptome hinzukommen. Durch den häufig auftretenden blutigen Stuhl kann es beispielsweise zu einer Blutarmut kommen, erklärt das dkfz. Betroffene sind dann blass und häufig auch müde. Ebenso ist ein starker Gewichtsverlust möglich. Wenn der Tumor weiter wächst, kann es zu einem Darmverschluss kommen.

Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebssterbefällen in Deutschland 2018
FrauenMänner
Brustdrüse (17,7%)Lunge (22,8%)
Lunge (15,8%)Prostata (12,0%)
Darm (10,8%)Darm (10,8%)
Bauchspeicheldrüse (8,7%)Bauchspeicheldrüse (7,4%)
Quelle: RKI

Darmkrebs-Symptome erkennen: Diese Personengruppen tragen ein besonders hohes Risiko

Doch wie wird Darmkrebs verursacht und bei welchen Personengruppen ist das Risiko besonders hoch? Laut MSD Manual können unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen:

Weil Darmkrebs auch erblich bedingt sein kann, ist die Früherkennung* und Sensibilisierung von Familienmitgliedern und Angehörigen besonders wichtig. Auch Ernährungsgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle. Zuletzt deuteten Studien außerdem darauf hin, dass Vitamin-D-Mangel möglicherweise eine Variable bei Darmkrebs* darstellen könnte.

Darmkrebs: Was Sie bei auftretenden Symptomen tun sollten

Das Deutsche Krebsforschungszentrum rät bei möglichen Anzeichen und Symptomen von Darmkrebs als Erstes den Hausarzt oder die Hausärztin aufzusuchen. Weitere mögliche Ansprechpartner seien Fachärztinnen und -ärzte für innere Medizin mit einer Spezialisierung für Erkrankungen des Verdauungstraktes, sogenannte Gastroenterologinnen und Gastroenterologen. (Sophia Lother) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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