1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Gesundheit

Angst und Depressionen: Lassen sich mit Botox Sorgen wegspritzen?

Erstellt:

Von: Jasmin Farah

Einer Frau mittleren Alters wird Botox in die Stirn gespritzt. (Symbolbild)
Botox soll nicht nur die Mimik entspannen, sondern infolgedessen die Person selbst auch. (Symbolbild) © Shotstop/Imago

Studien eines Chefarztes zeigen, dass Botox gegen Depressionen helfen soll. Spritzt man die Sorgenfalte weg, verschwinden negative Gefühle. Ist es so einfach?

Hamburg – Es klingt im ersten Moment zu schön, um wahr zu sein: Nur eine Spritze genügt und Menschen mit psychischen Erkrankungen sind geheilt. Das Zaubermittel heißt: Botox! Das kennen viele aus der Schönheitschirurgie als Falten-Killer. Schließlich sorgt das Nervengift dafür, wenn es unter die Haut im Gesicht gespritzt wird, dass sich Gesichtsmuskeln entspannen und Falten geglättet werden.
Dass Botox aber auch gleichzeitig die Psyche entspannen kann, ist ein neuartiger Therapieansatz eines Hamburger Chefarztes, weiß 24vita.de.*

Seine Studien zeigen, dass Botox im wahrsten Sinne des Wortes Angstzuständen und Depressionen die Stirn bieten kann. Heißt das also konkret: Spritzt man einfach die Sorgenfalten weg, verschwinden auch Trübsal und Sorgen? Ganz abwegig scheint das nicht zu sein. Denn bereits Evolutionsforscher Charles Darwin und der US-Psychologe William James haben gewusst, dass unsere Mimik nicht nur Gefühle ausdrückt, sondern auch verstärken kann. Dahinter steht die sogenannte „Facial-Feedback-Hypothese“.

Ein bekanntes Beispiel hierfür sei die „Zornesfalte“, bei der die beteiligte Muskulatur im Gesicht für einen Moment sehr stark angespannt wird. Das sendet wiederum ein Signal an das Gehirn. Wenn das Nervengift die Muskulatur blockiert, bleibt die Partie entspannt – und die betroffene Person auch. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant