Bezahlen im Internet mit Kreditkarte
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Bei der Wahl der passenden Kreditkarte kommt es auch darauf an, für welche Zwecke Sie die Karte vorrangig verwenden möchten.

Stiftung Warentest

Welche Kreditkarte passt zu Ihnen? Unterschiede laut Experten nicht nur beim Preis

  • Anne Hund
    VonAnne Hund
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Auf der Suche nach einer passenden Kreditkarte? Je nachdem, für welche Sie sich entscheiden, lassen sich bis zu 136 Euro im Jahr sparen, schildert die Stiftung Warentest.

Mit Kreditkarte* bezahlen, das ist in vielen Fällen praktisch, und gerade im Ausland ist man oft froh, eine dabei zu haben. Doch welche ist eigentlich die passende? Die Experten der Stiftung Warentest erklären, wodurch sich die vier Kreditkarten-Typen „am Markt“ unterscheiden – es geht dabei zum Beispiel um die Art, wie die Kreditkarten­umsätze abge­rechnet werden:

Zahlen mit Kreditkarte – vier Kreditkarten­arten „am Markt“

  • Charge-Card: Die Bank stellt bei diesem Typ einmal im Monat eine Gesamt­rechnung über alle Umsätzen aus und zieht den Betrag per Last­schrift vom Giro­konto ein, wie Test.de in einem Beitrag schildert. „Der Kunde hat somit einen kurz­fristigen zins­losen Kredit.“
  • Credit-Card: Hier gibt es die Option auf Teilzahlung, bei der sich die Kreditkarten­abrechnung in eine Ratenzahlung umwandele: „Nur ein bestimmter Prozent­satz der monatlichen Umsätze wird einge­zogen. Der Rest läuft als Kredit mit hoher Zins­belastung von jähr­lich 12 bis 20 Prozent weiter, bis der Kunde den fehlenden Rechnungs­betrag über­weist (Revolving Credit)„, heißt es weiter auf Test.de. „Meistens kann ein Kunde diese Teilzahlungs­option abwählen. Das ist sinn­voll.“
  • Debit-Card: Bei Bargeld­abhebungen oder Zahlungen werde mit der Debit-Card das angebundene Giro­konto noch am selben Tag belastet, erklären die Experten der Stiftung Warentest in dem Beitrag. Ihr Hinweis: „Sie entspricht keiner echten Kreditkarte und wird deshalb von einigen Dienst­leistern wie manchen Auto­vermietungen nicht akzeptiert.“
  • Prepaid-Karten: Der Nutzer muss die Karte „vor dem Bezahlen mit Geld aufladen“, heißt es zur Erklärung auf Test.de. „Er kann nur so viel ausgeben, wie er einge­zahlt hat und erhält die Karte ohne Bonitäts­prüfung.“ Der Betrag werde sofort nach dem Bezahlen vom Guthaben abge­zogen.

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Kartenzahlung: Debitkarte oder Kreditkarte?

Was sind die möglichen Vor- oder Nachteile einer Debitkarte im Vergleich zu einer Kreditkarte? „Nicht nur reine Online-Banken bieten mittlerweile oft gebührenfrei die Debitkarte als Zusatz zum Girokonto an“, informiert die Verbraucherzentrale auf ihrer Interneseite. Die Kreditkarte koste dagegen extra. Außerdem habe man „durch die sofortige Belastung des Kontos in der Regel eine bessere Kostenkontrolle“, heißt es weiter auf Verbraucherzentrale.de (Stand: 16. September). Bei Online-Käufen würden Debitkarten „meist anstandslos“ akzeptiert. Im Urlaub könne es dagegen zu Problemen kommen. „Für die Stellung einer Kaution bei Hotel- oder Mietwagenbuchungen sollte – falls vorhanden – also besser eine echte Kreditkarte mit auf Reisen gehen.“

Bei Wahl der Kreditkarte an die eigenen Bedürfnisse denken

Wichtig ist es also, sich zu fragen, wofür man die Karte eigentlich wirklich braucht. Nutzt man die Karte zum Beispiel öfter zum Geldabheben im Ausland, oder fast ausschließlich zum Online-Shopping? Und tut es dann auch eine Standardkarte, oder lohnen sich in Ihrem Fall mögliche Zusatzleistungen? Hier lohnt es sich, verschiedene Angebot zu vergleichen.

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Zum Teil große Preisunterschiede laut Stiftung Warentest

Denn nicht zuletzt beim Preis gibt es oft deutliche Unterschiede: Einem Bericht der Deutschen Presse Agentur (dpa) vom 19. Oktober zufolge hat die Stiftung Warentest 28 weit verbreitete Kreditkarten und die damit verbundenen Kosten angesehen. Die Spanne allein bei der Jahresgebühr liege zwischen 0 und 136 Euro, kommt Kerstin Backofen von der Stiftung Warentest in dem dpa-Bericht zu Wort.

Wie steht es mit den Nutzungsgebühren? Auch hier sollte man sich bei der Wahl der passenden Kreditkarte vorher gut erkundigen. Fürs Geldabheben mit Kreditkarte am Automaten müsse man zwischen null und vier Prozent der Summe an Gebühren zahlen, heißt es in dem dpa-Bericht zum Beispiel. Was im teuersten Fall bedeuten würde, dass 16 Euro fällig wären, wenn man 400 Euro abheben würde. Auch, ob im Ausland gegebenenfalls noch weitere Kosten dazukommen, sollte man vorher prüfen.

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Manche Kreditkarten seien „nur auf den ersten Blick in der Anschaffung und beim Einsatz komplett kostenlos“, heißt es zudem auf Test.de (Stand: 22. Februar): „Tatsäch­lich kann der Kunde bei manchen Angeboten die Teilzahlung nicht ausschließen. Er muss die Rechnung jeden Monat pünkt­lich per Über­weisung ausgleichen.“ Wer damit nicht klar­komme, sollte solche Karten meiden, raten die Experten in dem Beitrag. „Bei manchen Kreditkarten ist die Teilzahlung voreinge­stellt, kann aber abge­wählt werden.“

Quellen: dpa, Test.de, Verbraucherzentrale.de

(ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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