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Darum sollten Sie Ihr Rentenkonto regelmäßig checken

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Von: Janine Napirca

Euroscheine und -münzen liegen um eine Schrift, die Altersvorsorge und Rente darstellt
Damit Sie sich später nicht ärgern, sollten Sie Ihr Rentenkonto regelmäßig checken. © Sascha Steinach/Imago

Auch wenn es für Sie bis zur Rente noch eine Weile hin ist, lohnt es sich, das Rentenkonto regelmäßig zu checken.

Für viele mag das Rentenalter noch in weiter Ferne sein. Allerdings kann es dennoch jetzt schon entscheidend sein, sich mit dem Thema Rente auseinander zu setzen. Damit Sie sich im Nachhinein nicht über eine zu geringe Rente* ärgern müssen, checken Sie schon jetzt regelmäßig Ihr Rentenkonto. Wie genau das geht, lesen Sie hier.

Was genau ist überhaupt das Rentenkonto?

Alle Versicherten in Deutschland besitzen ein Rentenkonto bei der Rentenversicherung. Auf dieses Konto werden Rentenversicherungsbeiträge eingezahlt. Wichtig ist es aber auch, entsprechende Lebensabschnitte zu vermerken, wie beispielsweise Zeit beim Militär, Kinderbetreuung oder auch gemeldete Arbeitslosigkeit. Diese und weitere haben einen Einfluss auf Ihren Rentenanspruch.

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Warum muss man das Rentenkonto regelmäßig checken?

Normalerweise werden relevante Angaben automatisch an die Rentenversicherung gemeldet. Da das aber nicht immer der Fall ist, müssen Sie sich gegebenenfalls selbst darum kümmern, Ihrer Rentenversicherung entsprechende Angaben zu melden. Zum Beispiel werden Erziehungszeiten, in denen Sie Ihre Kinder betreuen oder betreut haben, nicht erfasst, obwohl sie für die Rente geltend gemacht werden können. Außerdem kann es immer wieder zu Fehlern bei der Dauer von Ausbildungszeiten oder Beschäftigungsverhältnissen kommen, es lohnt sich also in jedem Fall, das Rentenkonto regelmäßig zu checken. Befinden sich Lücken in Ihrer Rentenkontoklärung, kann sich das erheblich auf das Rentenalter und auch auf die Höhe der Rente auswirken.

Welche Angaben sind relevant für die Rente?

Neben beruflichen Tätigkeiten können Kinder, Schutzfristen wegen Mutterschaft und Schwangerschaft und Familienstand, Ausbildungszeiten und Arbeitsunfähigkeit, wie auch Krankheitszeiten vor dem Eintritt ins Berufsleben relevant sein. Aber auch Arbeitslosigkeit, Ausbildungssuche, Wehrdienst, die Pflege von Angehörigen oder sogar Scheidungen haben Einfluss auf die Rente.

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Wie kann ich mein Rentenkonto checken?

Es ist gar nicht so schwer, sein Rentenkonto zu checken. Sie müssen dafür zunächst einmal nur Ihre Rentenversicherungsnummer kennen und anschließend folgende Schritte beachten:

  1. Fordern Sie online einen Versicherungsverlauf an. Sie erhalten diesen per Post. Der Verlauf enthält im Normalfall alle für die Rente relevanten Zeitabschnitte Ihres Lebens. Ab Ihrem 43. Geburtstag erhalten Sie den Versicherungsverlauf alle sechs Jahre automatisch von der Rentenversicherung.
  2. Falls es in Ihrem Versicherungsverlauf so genannte „ungeklärte Zeiten“ gibt, werden diese auf der ersten Seite des Formulars aufgeführt. Bei diesen Abschnitten handelt es sich um Zeiträume, die die Rentenversicherung nicht zuordnen kann.
  3. Suchen Sie sämtliche Unterlagen, was Sie in dieser Zeit gemacht haben, die für die Rente von Relevanz sein können. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob etwas eine Rolle spielt oder nicht, schicken Sie es einfach trotzdem. Die Rentenversicherung wird Ihnen in jedem Fall mitteilen, ob etwas relevant ist oder nicht.
  4. Zusätzlich zu den ungeklärten Zeiten, sollten Sie die anderen Zeitabschnitte auf Richtigkeit und Vollständigkeit kontrollieren und gegebenenfalls ergänzen.
  5. Senden Sie den Versicherungsverlauf mit Ihren Unterlagen innerhalb eines halben Jahres an die Rentenversicherung zurück.
  6. Anschließend heißt es warten, bis die Rentenversicherung Ihnen einen postalischen Bescheid zukommen hat lassen. Diesen sollten Sie ebenfalls überprüfen und gegebenenfalls ein Überprüfungsverfahren beantragen.

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Wie teuer ist es, sein Rentenkonto zu checken?

Das Rentenkonto zu checken, indem man bei der Rentenversicherung einen Versicherungsverlauf beantragt, ist kostenlos. Zahlen müssen Sie nur die Briefmarke. Die meiste Arbeit besteht im Erinnern und Suchen der entsprechenden Nachweise – und da das Gedächtnis im Laufe der Zeit bekanntlich eher schlechter als besser wird, sollten Sie so früh wie möglich damit anfangen, Ihre Unterlagen zu ordnen und Ihr Rentenkonto zu checken. (jn) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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