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Kurzarbeitergeld 2022: Wer kann es beantragen – und wie lange noch?

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Die Betriebe in Deutschland sollen noch bis Ende Juni unter erleichterten Bedingungen Kurzarbeit beantragen können
Die Betriebe in Deutschland sollen noch bis Ende Juni unter erleichterten Bedingungen Kurzarbeit beantragen können. © Monika Skolimowska/dpa

Die pandemiebedingten Sonderregeln für den Bezug von Kurzarbeitergeld sollen um drei Monate bis zum 30. Juni verlängert werden, hat das Kabinett beschlossen.

Die Betriebe in Deutschland sollen noch bis Ende Juni unter erleichterten Bedingungen Kurzarbeit beantragen können. Das hat das Bundeskabinett am 10. Februar beschlossen. Demnach sollen die pandemiebedingten Sonderregeln für den Bezug von Kurzarbeitergeld* um drei Monate bis zum 30. Juni verlängert werden. Sonst wären die Sonderbedingungen am 31. März ausgelaufen.

Mit der sogenannten Formulierungshilfe für die Regierungsfraktionen, die das Kabinett auf den Weg gebracht hat, soll die maximale Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds von 24 auf bis zu 28 Monate gestreckt werden.

„Ohne die Möglichkeit, weiter Kurzarbeitergeld zu beziehen, wäre ab März 2022 bei den bereits länger kurzarbeitenden Betrieben verstärkt mit Entlassungen zu rechnen“, heißt es dazu in dem Entwurf aus dem Bundesarbeitsministerium.

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Leichterer Zugang zu Kurzarbeitergeld bis 30. Juni 2022 geplant

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) betonte die Bedeutung der Kurzarbeit in Zeiten der anhaltenden Pandemielage. „Mit der Kurzarbeit haben wir bisher Millionen Arbeitsplätze durch die Pandemie gerettet. Corona wirkt sich aber leider noch negativ aus, erklärte der Minister. Mit der Verlängerung der Sonderregeln werde sichergestellt, dass die „Beschäftigten ihre Arbeit behalten und die Unternehmen ihre Fachkräfte nicht verlieren, damit sie nach der Pandemie wieder durchstarten können“, sagte Heil.

Erhöhte Leistungssätze bei längerer Kurzarbeit

Zu den Sonderbedingungen gehören etwa die erhöhten Leistungssätze bei längerer Kurzarbeit und auch die Regel, wonach der Verdienst aus Minijobs nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet wird. Der erleichterte Zugang zum Kurzarbeitergeld betrifft insbesondere die Bedingung, dass für den Bezug von Kurzarbeitergeld mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sein müssen – und nicht wie vor der Pandemie mindestens ein Drittel.

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Außerdem ist den Angaben zufolge vorgesehen, dass Arbeitgebern die Sozialversicherungsbeiträge auch über den 31. März hinaus zur Hälfte erstattet werden, wenn zusätzlich zur Kurzarbeit Qualifizierungsmaßnahmen angeboten werden. Um in Kraft zu treten, müssen die Änderungen noch den Bundestag passieren. Wer Kurzarbeitergeld erhalten hat, sollte auch die Steuererklärung nicht vergessen. (dpa/ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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