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Zwei von drei Frauen wollen 2022 mehr investieren

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Von: Janine Napirca

Drei Frauen mit Laptop
Sprechen Sie mit anderen Frauen über Geldanlagen? © Javier De La Torre/Imago

Einer repräsentativen Studie der Onlinebank N26 zufolge wollen Frauen in Deutschland über 50 Prozent mehr investieren.

Nicht nur anlässlich des feministischen Kampftags, wie der internationale Frauentag auch von einigen genannt wird, ist es einmal Zeit, mit Frauen über Geld zu sprechen. Denn einer Studie der mobilen Bank N26 zufolge wünschen sich 28 Prozent der befragten Frauen offenere Gespräche über die Vorteile und Risiken des Investierens. Als Frauen werden in der Umfrage die Personen bezeichnet, die sich selbst so definieren. Nicht-binäre Personen wurden aufgrund der nicht repräsentativen Stichprobengröße nicht in die Analyse aufgenommen.

N26 befragte im Februar ungefähr 2.000 Frauen in Deutschland zu ihrem Investitionsverhalten. An der Umfrage nahmen neben bereits investierenden Frauen auch Befragte teil, die bislang noch keine Investitionen vornehmen. Die Studie legte ein paar interessante Ergebnisse offen. Welche das sind, erfahren Sie im Folgenden.

Female Investment Power – Zwei von drei Frauen wollen 2022 ihre Investments über 50 Prozent aufstocken

Der durchgeführten Studie zufolge legen deutsche Frauen bisher im Schnitt 932 Euro, bzw. 31 Prozent ihres Monatseinkommens an. Zwei von drei Frauen wollen 2022 sogar 54 Prozent mehr als im Vorjahr investieren. Außerdem denken 56 Prozent der befragten Frauen, die bislang nicht investieren, darüber nach, 2022 ihr Geld anzulegen.

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Sparkonten, Krypto, Immobilien – Worin investieren Frauen in Deutschland ihr Geld?

Auch wenn Frauen in Deutschland bislang ihr Geld präferiert bei Banken anlegen, geht der Trend in Richtung Krypto. Jede dritte Anlegerin investiert bereits in Kryptowährungen, in der Unterhaltungsbranche und im Tourismus sind es sogar 60 Prozent bzw. 41 Prozent der Befragten, die ihr Geld als Kryptowährung anlegen. Außerdem beliebt bei deutschen Frauen sind Versicherungen wie Lebensversicherung und Altersvorsorge, Sparkonten, Immobilien und ETFs.

Das sind die Gründe, die Frauen in Deutschland dazu bewegen, ihr Geld anzulegen

Die Top 3 der Gründe, weshalb deutsche Frauen ihr Geld anlegen möchten:

  1. Altersvorsorge (49 Prozent)
  2. Finanzielle Sicherheit für Familie und Kinder (47 Prozent)
  3. Langfristiger Vermögensaufbau (45 Prozent)

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Kriterien, die Frauen bei der Geldanlage wichtig sind, sind zum einen das Preis-Leistungs-Verhältnis und langfristige Renditen, zum anderen aber auch ein umfassendes Verständnis des Produkts, in das sie investieren. Frauen, die ihr Geld bislang noch nicht investieren, aber mit dem Gedanken spielen, dies zukünftig zu tun, geben ähnliche Motivationen an. Allerdings wählen potentielle Anlegerinnen von morgen andere Anlageprodukte, als Frauen, die bereits investieren.

So wollen Frauen, die bisher noch nicht investieren, zukünftig ihr Geld anlegen:

Immobilien (36 Prozent)

Edelmetalle wie bspw. Gold (22 Prozent)

Bank (22 Prozent)

Was hindert Frauen daran, Geld zu investieren?

Zum einen fürchten sich Frauen bei der Geldanlage vor dem Risiko und haben Angst vor finanzieller Instabilität, zum anderen nennt ungefähr die Hälfte der Befragten fehlendes verfügbares Einkommen als Grund dafür, weshalb sie entweder gar nicht oder nicht mehr investieren. Außerdem wünschen sich die meisten Umfrageteilnehmerinnen mehr offene Gespräche über Geldanlagen, und dass auch andere Frauen offener über das Thema sprechen.

Fehlendes Wissen ist für deutsche Anlegerinnen kein größeres Hindernis mehr, denn mehr als 80 Prozent der Frauen, die bereits investieren, fühlen sich beim Treffen ihrer Anlageentscheidungen sicher, obwohl nur ungefähr die Hälfte mit Investitionen vertraut ist.

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Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Investitionen von Frauen in Deutschland?

Bei Frauen zwischen 55 und 64 hat die Corona-Pandemie am meisten Auswirkung auf das Investitionsverhalten, denn 43 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe sind vorsichtiger geworden, was Geldanlagen angeht. 56 Prozent gehen sogar aufgrund von Covid-19 weniger Risiken bei Investitionen ein. Die Frauen, die seit der Corona-Pandemie sogar mehr Geld investieren, taten dies in Form von Kryptowährungen, Aktien und bei der Bank. (jn) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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