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Gaspreisbremse: Bis zu „926 Euro pro Jahr“ an Entlastung pro Haushalt möglich – laut Experten

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Von: Anne Hund

Die Gaspreisbremse greift zwar erst im März, soll jedoch rückwirkend schon ab Januar 2023 gelten. Welche Entlastungen bedeutet das für welchen Haushalt?

Die Gaspreisbremse soll zwar erst zum 1. März in Kraft treten. Das Kabinett plant jedoch, dass die Entlastungen rückwirkend auch schon im gleichen Umfang für Januar und Februar 2023 gelten. Das Vergleichsportal Verivox erklärt, was die Änderung für Verbraucher konkret bedeutet. „Das bedeute für einen Haushalt im Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh eine zusätzliche Entlastung von rund 154 Euro pro Jahr. „Für Singles (5.000 kWh) beläuft sich die zusätzliche Ersparnis auf 38 Euro, ein Paarhaushalt (12.000 kWh) spart 93 Euro extra“, heißt es in der Mitteilung.

Entlastung von „926 Euro pro Jahr“ durch Gaspreisbremse – Beispiel-Rechnung für Familien im Reihenhaus

Werden 80 Prozent des Basisverbrauchs auf 12 Cent pro kWh gedeckelt, sinkt Verivox zufolge die Gasrechnung „bei den aktuellen Marktpreisen auf 2.632 Euro“ – „das entspricht einer Entlastung von 926 Euro pro Jahr (26 Prozent). Ein Zwei-Personen-Haushalt (12.000 kWh) bezahlt dadurch rund 556 Euro weniger, ein Single-Haushalt wird um rund 232 Euro entlastet.“

Symbolbild zum geplanten Bürgergeld: Eine Frau nimmt Banknoten aus einem Geldbeutel
Die Energiekosten steigen massiv. © Christin Klose/dpa

Einmalige Soforthilfe für Gas- und Fernwärmekunden: Was bringt die Entlastung im Dezember?

Im Dezember gibt es zudem eine einmalige Soforthilfe für Gas- und Fernwärmekunden. Sie sind dann nicht verpflichtet, Abschläge zu zahlen. „Dennoch gezahlte Beträge müssen Energielieferanten in der nächsten Rechnung verrechnen“, berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) zum Thema.

Zur im Dezember 2022 geplanten Einmalentlastung teilte Verivox mit: „Legt man die aktuellen Marktpreise zugrunde, liegt die durchschnittliche Abschlagszahlung für ein Einfamilienhaus derzeit bei rund 297 Euro.“ Übernehme der Staat eine Rate, würden die jährlichen Kosten von 3.558 Euro auf 3.261 Euro sinken, was einer „Entlastung von rund 8 Prozent“ entspreche.

Entlastungspakete als Reaktion auf gestiegene Kosten

Die Politik hatte angesichts der gestiegenen Kosten bereits mehrere Entlastungsmaßnahmen beschlossen – so etwa die 300-Euro-Energiepauschale an steuerpflichtige Arbeitnehmer im September sowie eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Gaslieferungen. Nun also folgt mit der einmaligen Soforthilfe für Gas- und Fernwärmekunden im Dezember der nächste Schritt.

Im Januar 2023 soll zudem das Kindergeld auf 250 Euro steigen.

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