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Sie wollen nicht mehr mit Gas heizen? So klappt der Wechsel

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Von: Janine Napirca

Frau steht vor der Gasheizung
Sie denken aufgrund der steigenden Energiepreise über einen Wechsel Ihrer Gasheizung nach? © Imago

Die Kosten für das Heizen mit Gas steigen und steigen. Lesen Sie hier, wie ein Wechsel weg vom Gas kostengünstig funktionieren kann.

Sein Zuhause mit Gas zu erwärmen hat sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht keine Zukunft – das geht aus einem Interview, das der Westfälische Anzeiger mit dem Energieberater Hubertus Pieper und dem Fachverband Sanitär Heizung Klima NRW führte, hervor. Denn die Kosten fürs Heizen steigen und steigen.* Erfahren Sie hier, wie Sie am besten von Ihrer Gasheizung wegkommen.

Wie mache ich mich vom Heizen mit Gas unabhängig?

Wenn Sie über einen Wechsel Ihrer Heizanlage nachdenken, um Kosten beim Heizen einzusparen, sollten Sie laut Interview Kontakt zu Ihrem Sanitär- und Heizungsfachbetrieb aufnehmen. Alternativ können Sie sich online informieren, in Bayern beispielsweise unter www.haustechnikbayern.de/fachverband/fachbetriebssuche/. Die Experten schätzen den Zustand Ihres Hauses sowie die Möglichkeit verschiedener Heizanlagen am besten ein.

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Es kann sein, dass Sie Ihre bisherigen Heizkörper und Leitungen bei einem Heizwechsel nicht weiter nutzen können. Möglicherweise sind größere Heizkörper bei Wärmepumpen notwendig. Außerdem empfiehlt es sich dem Bericht zufolge im Zweifelsfall erst zu dämmen und dann eine neue Heiztechnik zu installieren.

Wer kümmert sich bei einem Gaswechsel um die Entsorgung der alten Heizanlage?

Der Heizungsfachbetrieb, den Sie mit dem Installieren einer neuen Heizanlage beauftragt haben kümmert sich auch um die fachgerechte Entsorgung der alten Heizung.

Wie schnell kann man von der Gasheizung hin zu einer anderen Heiztechnik wechseln?

Eine ganz genaue Angabe können die Experten nicht machen, da die einzuplanende Zeit von Fall zu Fall unterschiedlich ist. Sie sollten jedoch mit mindestens sechs Monaten rechnen, bis Sie Ihre Gasheizung durch eine andere Heiztechnik ausgetauscht haben. Im schlimmsten Fall kann es sogar bis zu einem Jahr dauern, bis die neue Heizanlage installiert ist. Denn die Nachfrage nach einem Heizwechsel ist hoch. Außerdem gibt es einige Fristen zu beachten.

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Wie teuer ist es, auf das Heizen mit Gas zu verzichten?

Selbstverständlich stehen Sie nach dem Entschluss, nicht mehr mit Gas zu heizen, auch vor der Frage: Wie teuer ist der Heizwechsel? Mit 20.000 Euro bis 25.000 Euro müssen Sie abzüglich staatlicher Förderung laut Energieberater Hubertus Pieper rechnen. Es könnten sogar je nach Immobilie und neuer Heizanlage bis zu 35.000 Euro fällig werden. Eine Beratung durch die Verbraucherzentrale ist hingegen kostenlos.

 „Der Austausch einer veralteten Heizart oder die Modernisierung beziehungsweise Optimierung einer Heizungsanlage lohnen sich zu jedem Zeitpunkt.“

Heizungsfachverband

Außerdem bezuschusst der Staat einen Wechsel weg vom Gas hin zur Wärmepumpe oder Biomasse dem Bericht zufolge mit bis zu 35 Prozent auf die förderfähigen Kosten. Auch die Planung kann gegebenenfalls mit zusätzlichen fünf Prozent gefördert werden.

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Wann haben sich die Kosten für die neue Heizanlage rentiert?

Pauschal lässt es sich nicht beantworten, nach welcher Zeit genau sich die Ausgaben für eine neue Heizanlage gelohnt haben werden, denn das ist zum einen abhängig von der neuen Heizart, zum anderen von der Immobilie. Hubertus Pieper empfiehlt aber ohnehin, spätestens nach 25 Jahren seine Heizanlage auszutauschen, da Ersatzteile nicht mehr vorhanden sein und die Reparaturen sehr teuer werden können. Dem Energieberater zufolge verringert ein Wechsel der Heizanlage den Energieverbrauch um bis zu 20 Prozent. Langfristig sorgen laut Bericht neben dem Krieg in der Ukraine auch der Klimaschutz und die CO2-Steuer für zukünftig hohe Energiepreise, sodass sich ein Umdenken durchaus lohnen könnte. (jn) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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