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Das Wichtigste zum Elterngeld auf einen Blick

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Von: Janine Napirca

Antrag auf Elterngeld
Denken Sie daran, den Antrag auf Elterngeld rechtzeitig auszufüllen. © Rüdiger Wölk/Imago

Um fehlendes Einkommen aufgrund von Kinderbetreuung auszugleichen, gibt es vom Staat Elterngeld. Wie Sie Elterngeld beantragen können, erfahren Sie hier.

Das so genannte Elterngeld soll Familien helfen, fehlendes Einkommen auszugleichen. Denn mit der Geburt eines Kindes können nicht mehr beide Elternteile gleichermaßen arbeiten gehen und so reißt ein fehlendes Gehalt ein Loch in die Haushaltskasse. Man unterscheidet generell zwischen Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus. Lesen Sie hier, wann und wie Sie Elterngeld beantragen sollten und wie viel Elterngeld Ihnen zusteht.

Was bedeutet Basiselterngeld?

Das Basiselterngeld ist für Eltern gedacht, die ihr Kind nach der Geburt selbst betreuen und daher nicht erwerbstätig sein können oder ihre Arbeitszeit zumindest einschränken. Insgesamt steht Eltern laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine gemeinsame Zeit von 14 Monaten Basiselterngeld zu, wenn beide Elternteile das Kind betreuen und deshalb Einkommen wegbricht. Die Monate können frei untereinander aufgeteilt werden, wobei ein Elternteil mindestens zwei Monate und maximal zwölf Monate Elterngeld in Anspruch nehmen muss. Der Bezug in Form von Basiselterngeld ist nur in den ersten 14 Lebensmonaten möglich. Besteht weiterhin Anspruch auf Elterngeld, können Eltern es als ElterngeldPlus beziehen, zusätzliche Monate mit ElterngeldPlus bietet der Partnerschaftsbonus, wie Elterngeld.de berichtet.

Alleinerziehende

Alleinerziehende haben das Recht, die vollen 14 Monate Elterngeld zu beziehen, um das verlorene Einkommen auszugleichen.

Was ist besser – Basiselterngeld oder ElterngeldPlus?

Basiselterngeld sollten Sie beantragen, wenn Sie gar nicht arbeiten gehen, während Sie Ihr Neugeborenes betreuen. Wenn Sie relativ rasch nach der Geburt wieder in Teilzeit arbeiten möchten, ist das ElterngeldPlus laut Stiftung Warentest empfehlenswert. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erklärt, dass das ElterngeldPlus die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken soll und deshalb doppelt so lange wie das Basiselterngeld, also statt 14 Monate 28 Monate, bezogen werden kann. Allerdings ist das Geld, das man monatlich vom Staat erhält beim ElterngeldPlus auch nur halb so hoch wie das Basiselterngeld, sofern Sie keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Arbeiten Sie nach der Geburt in Teilzeit, so kann laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das monatliche ElterngeldPlus ebenso hoch wie das monatliche Basiselterngeld mit Teilzeit sein.

Elterngeld beantragen: Für wen lohnt sich der Partnerschaftsbonus?

Eltern können dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zufolge bis zu vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate als so genannten Partnerschaftsbonus erhalten, wenn beide Elternteile in dieser Zeit zwischen 24 und 32 Stunden pro Woche in Teilzeit arbeiten. Für bis zum 31. August 2021 geborene Kinder sind es laut Elterngeld.de immer vier Monate Partnerschaftsbonus; für Kinder, die nach dem 1. September 2021 geboren wurden, müssen Eltern dem Bericht zufolge mindestens zwei Monate Partnerschaftsbonus nehmen (bis zu vier sind möglich). Diese Regelung gilt auch für getrennt lebende Eltern. Alleinerziehenden steht der gesamte Partnerschaftsbonus zu.

Wenn Ihr Kind nach dem 1. September 2021 das Licht der Welt erblickt hat

Kommt Ihr Kind ungeplant mehr als sechs Wochen zu früh auf die Welt, bekommen Sie bis zu vier zusätzliche Monate Basiselterngeld. Das ist abhängig davon, wie viel vor dem errechneten Geburtstermin Ihr Kind geboren wurde.

Wo und wie kann ich Elterngeld beantragen?

Wo und wie Sie Elterngeld beantragen können, ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. Informieren Sie sich über die zuständige Elterngeldstelle. Wie viel Elterngeld Ihnen zusteht, können Sie beim Elterngeldrechner mit Planer berechnen. Die Stiftung Warentest empfiehlt, sofort zum Finanzamt zu gehen und seine Steuerklasse ändern zu lassen, sobald man von der Schwangerschaft erfährt. Die Person, die mehr Monate Elterngeld beantragen wird, sollte in Steuerklasse 3 wechseln. Denn spätestens sieben Monate vor dem Monat, in dem Sie in Mutterschutz gehen möchten, sollte der Wechsel beim Finanzamt beantragt worden sein.

Ohnehin ist es dem Bericht zufolge ratsam, sich so früh wie möglich mit dem Thema Elterngeld auseinander zu setzen. Denn nach der Geburt Ihres Kindes werden Sie allerhand zu tun und vermutlich weniger einen Kopf für komplizierte Formulare haben. Darum besorgen Sie sich den Elterngeldantrag so früh wie möglich, füllen Sie ihn während der Schwangerschaft in Ruhe aus und suchen Sie die notwendigen Unterlagen zusammen. Dann müssen Sie nach der Geburt nur noch unterschreiben. (jn) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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