Kurzlebig auf dem Teller, zuvor lange im Glas: Sauerkraut. Um den deutschen Klassiker selbst zu machen, braucht es Geduld. foto: dpa
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Kurzlebig auf dem Teller, zuvor lange im Glas: Sauerkraut. Um den deutschen Klassiker selbst zu machen, braucht es Geduld.

Endlich Frühling

"Das haben unsere Großmütter auch schon so gemacht"

Mit den Haushaltstricks von Buchautorin Ingrid Schick kann jeder Lebensmittel schmackhaft haltbar machen und kochen wie zu Omas-Zeiten

Rhein-Main-Gebiet -In einer Zeit, in der "Home made" als Gütesiegel verstanden werden darf, ist der Drang vieler Leute, selbst zu backen und zu kochen, naheliegend.

Besonders urige Rezepte und Hausmannskost sind voll im Trend. Ingrid Schick, Autorin des im Herbst im Societäts-Verlag erscheinenden Kochbuchs "Das Oma-Prinzip", verrät wichtige Tipps und Tricks, damit das (Ein)Kochen wie zu Omas Zeiten gelingt.

Marmelade: Nichts versüßt das Sonntagsbrötchen wohl mehr als Marmelade. Warum sich also nicht selbst einmal am süßen Brotaufstrich versuchen? Das Timing dafür ist gut, denn allmählich beginnt die Erdbeerzeit. Wer aber glaubt, aus einer Schale die schönsten Beeren herauszupicken und die schon etwas zerdrückten noch als Marmelade verwerten zu können, irrt.

"Die oberste Regel lautet: Man darf nur Eins-a-Obst fürs Einmachen benutzen", erklärt Schick. Das Einmachgut müsse erntefrisch sein, sonst könnte es schimmeln oder sauer werden, so die Lektion ihrer Großmutter und Tanten. Die weicheren Früchte können trotzdem verwertet werden: "Pürieren, kurz aufkochen und im Joghurt unterrühren und alsbald verzehren", rät die Expertin.

Sauerkraut: Egal ob neben Rippchen, Bratwurst oder Schweinshaxe: Sauerkraut macht sich einfach gut und ist obendrein gesund. Um den deutschen Klassiker selbst zu machen, braucht es gar nicht viel: Einen Weiß- oder Spitzkohl, Gewürze (Kümmel, Nelken oder Wacholder) und Meersalz. Die wichtigste Zutat beim Fermentieren ist Geduld: Der Gärungsprozess zur Herstellung von Sauerkraut, geht nicht über Nacht. Mindestens 28 Tage sollte man warten, ehe man das Kraut auftischt.

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Die ersten fünf bis sieben Tage muss es unbedingt bei Zimmertemperatur (ab 20 Grad) ruhen, damit die Fermentation einsetzt; danach dann kühler gelagert werden (höchstens 15 Grad). Nach zwei bis drei Wochen Lagerung kann man die erste Kostprobe wagen und den Gaumen entscheiden lassen.

Spargel: Frühlingszeit ist Spargelzeit. Aus Resten lässt sich leicht eine Creme-Suppe kochen, die sich eingefroren und wieder aufgetaut wunderbar noch zum Weihnachtsessen servieren lässt. Der Trick dabei: Das Wasser, in dem der Spargel gekocht wurde, nicht weggießen, sondern unter den pürierten Spargel heben.

Denn darin lagern sich Mineralien ab, die einen intensiveren Geschmack versprechen. Mit Gemüsewasser lassen sich übrigens auch super Blumen gießen. Gut für die Pflanze und wassersparend. "Das haben unsere Großmütter auch schon so gemacht", verrät Schick. romina kunze

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