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Lenkrad aus Leder im Auto? Wie Sie es wieder schön sauber bekommen

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Von: Franziska Kaindl

Das Lederlenkrad ist ein Teil des Autos, das mit am häufigsten berührt wird – umso schneller nutzt es sich ab. Mit wenigen Mitteln lässt es sich jedoch reinigen.

Leder ist ein besonders empfindliches Material und einfacher zu beschädigen als zum Beispiel Kunststoffe. Da es offenporig ist, sammeln sich darin leicht Hautfette und Handschweiß – deshalb ist das Lederlenkrad im Auto oft schnell abgenutzt und nicht mehr so schön wie zu Beginn. Glücklicherweise gibt es einige Reiniger und Hausmittel, die das strapazierte Leder gut pflegen.

Darauf sollten Sie beim Reinigen des Lederlenkrads achten

Zuallererst sollten Sie sich klarmachen, dass es sich bei Leder um ein organisches Material handelt. Deshalb sollten Sie bei der Reinigung keinesfalls stark chemische Mittel verwenden. Diese zerstören die oberste Schutzschicht und verunstalten das Leder noch mehr. Deshalb gehören zum Beispiel auch keine Lederjacken in die Waschmaschine. Stattdessen sollten Sie zu milden Reinigern oder Hausmitteln greifen.

Lenkrad eines Autos
Ein Lederlenkrad muss regelmäßig gereinigt und aufbereitet werden. (Symbolbild) © patrickdaxenbichler/Imago

Nicht mehr aktuell: Sattelseife zur Reinigung des Lederlenkrads

Ein häufiger Tipp, was das Reinigen von Leder angeht, ist die Sattelseife, die typischerweise im Reitsport angewendet wird. Allerdings ist die Sattelseife gar nicht mehr so geläufig – es handelt sich dabei nämlich um ein alkalisches Mittel, welches dem modernen Gerbprozess von Leder im sauren Bereich nicht mehr entspricht, wie es auf der Website Leder-Info heißt. Deshalb sollten Sie sicherheitshalber eher auf andere Hilfsmittel zurückgreifen.

Lesen Sie hier, welche Hausmittel Ihnen bei der Autoinnenreinigung helfen.

Klebriges Lenkrad reinigen – mit diesem Tipp

In der Regel lassen sich bei der Pflege des Lederlenkrades die gleichen Mittel anwenden, wie bei anderen Ledermaterialien. Kannten Sie zum Beispiel den Tipp mit den Baby-Feuchttüchern? Wenn der Reinigungsbedarf des Lederlenkrades noch nicht zu weit fortgeschritten ist, können Sie damit einfach über die Oberfläche wischen und schon sieht sie wieder wie neu aus. Vor allem klebrigem Leder helfen die Tücher hervorragend. Aber: Baby-Feuchttücher reinigen zwar das Lenkrad, pflegen das Leder aber nicht auf Dauer. Deshalb sollten Sie den Tipp nur gelegentlich anwenden.

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Sprödes Lederlenkrad pflegen: Versuchen Sie es mit Schuhcreme

Ist das Lederlenkrad spröde und ungepflegt, muss die Schuhcreme ran. Besorgen Sie sich einfach ein handelsübliches Mittel aus der Drogerie, geben Sie ein wenig davon auf ein Mikrofasertuch und arbeiten Sie es in das Lenkrad ein. Sie werden sofort merken, wie das Leder wieder in seinen Ursprungszustand versetzt wird. Reinigen Sie das Lederlenkrad aber zunächst mit einem Desinfektionsmittel oder Lederreiniger.

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Lederlenkrad richtig aufbereiten: So gehen Sie nach Anleitung vor

Wenn Sie anstatt auf Hausmittel lieber auf spezielle Reinigungsmittel setzen möchten, haben wir hier eine Anleitung für Sie:

  1. Wischen Sie zunächst mit einem Mikrofasertuch über das Lederlenkrad. Vor allem in den Nähten verbergen sich oft Reste von Schmutz, die Sie so entfernen können.
  2. Danach kommt ein Lederreiniger Ihrer Wahl zum Einsatz: Geben Sie etwas davon auf einen weichen, leicht feuchten Schwamm und tupfen Sie damit das Leder ein. Sobald sich ein wenig Schaum gebildet hat, arbeiten Sie diesen mit einer Bürste weiter in das Material hinein.
  3. Trocknen Sie das Lederlenkrad mit einem Mikrofasertuch ab – schon ist die Oberfläche wieder sauber.

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Damit das Lenkrad auch lange Zeit gut gepflegt bleibt, sollten Sie anschließend noch eine Leder-Versiegelung auftragen, die ebenfalls vorsichtig mit einem sauberen Tuch eingearbeitet wird.

Nach dieser Anleitung können Sie vorgehen, wenn Sie generell das Gefühl haben, dass Ihr Lederlenkrad mal wieder eine Pflege benötigt, aber auch wenn es mit der Zeit eher glänzend wird als matt. Durch die vielen Berührungen und das Hautfett erhält es nämlich eher ein speckiges Aussehen – und wirkt nicht mehr so gepflegt wie zuvor.

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