Die E-Auto-Prämie soll erhöht werden, doch die Zuschüsse lassen auf sich warten.
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Die E-Auto-Prämie soll erhöht werden, doch die Zuschüsse lassen auf sich warten.

Prämien

Umweltbonus für Elektroautos 2020: So viel Zuschuss soll es geben

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Eigentlich sollten die Förderprämien für den Kauf von Elektroautos 2020 von 4.000 auf 6.000 Euro erhöht werden. Doch bisher bleiben die erhöhten Zuschüsse aus.

  • Politik und Autoindustrie haben im November 2019 höhere Prämien beim Kauf von E-Autos beschlossen.
  • Um bis zu 2.000 Euro sollen sich die Prämien erhöhen.
  • Bisher warten E-Auto-Käufer noch vergeblich auf die Zuschüsse.

Derzeit bibbern deutsche Automobilhersteller vor Strafzahlungen in Milliardenhöhe – diese können sie nur mit dem Verkauf von E-Autos senken. Um unter den Verbrauchern einen größeren Anreiz zu schaffen, sich ein teures, aber umweltschonendes Elektroauto zu kaufen, gibt es deshalb seit Mitte 2016 vonseiten der Bundesregierung und der Industrie einen Umweltbonus auf die Anschaffung eines Stromers.

Umweltbonus bisher mit mäßigem Erfolg: Regierung und Industrie wollen Interesse an E-Autos ankurbeln

Trotzdem war der Ansturm verhalten: Mit den Fördergeldern hätten 300.000 Fahrzeuge bezuschusst werden können, doch bis Ende 2019 wurden laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nur 164.579 Anträge gestellt.

Deshalb beschlossen Politik und Autoindustrie beim Autogipfel im November 2019 den schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Erhöhung der E-Auto-Prämie, um den Einzug der Elektromobilität in Deutschland voranzutreiben. Anstatt der ursprünglichen Befristung des Umweltbonus bis Ende 2020 soll dieser also bis 2025 verlängert werden, damit weitere 650.000 bis 700.000 Elektroautos gefördert werden könnten.

Bisher warten E-Auto-Käufer aber noch vergeblich auf den erhöhten Zuschuss, der eigentlich schon für November 2019 geplant war. Die neue Prämie verspricht beim Kauf eines E-Fahrzeugs bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro ein Zuschuss von 6.000 statt den ursprünglichen 4.000 Euro.

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E-Auto-Prämie verzögert sich auf unbestimmte Zeit

Die Bundesregierung macht die EU-Kommission für die Verzögerung verantwortlich. Laut Anfrage der Zeit erklärt allerdings eine Sprecherin der Wettbewerbsbehörde, dass Berlin sich noch nicht einig ist, welche Fahrzeuge neben den gängigen Pkw gefördert werden sollen. Wann also die erhöhten Zuschüsse offiziell kommen, steht noch in den Sternen.

Für Käufer und Autobauer ist dies jedoch ärgerlich: Nach dem Autogipfel-Beschluss stürmten viele Interessenten die Händler, um E-Autos zu bestellen. Nun müssen sie allerdings abwarten, bis Brüssel die Prämien geprüft hat.

Renault-Chef Uwe Hochgeschurtz beklagt gegenüber der Bild-Zeitung: "Die bürokratische Verzögerung der erhöhten Elektro-Umweltprämie verhindert den schnellen Umstieg auf das Elektroauto und damit eine sofortige – wenn auch vorerst nur kleine – Reduzierung der CO2-Emissionen in Deutschland. Viele E-Auto-Käufer werden so vom Umstieg auf ein absolut emissionsfreies Auto abgehalten."

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Beim Kauf von Elektroautos: So hoch sollen die Prämien 2020 ausfallen

  • E-Autos unterhalb eines Listenpreises von 40.000 Euro: 6.000 Euro (vorher: 4.000 Euro)
  • E-Autos mit einem Listenpreis über 40.000 bis 65.000 Euro: 5.000 Euro
  • Plug-in-Hybride: 4.500 (vorher: 3.000)

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Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
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Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
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Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
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Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
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Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
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Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
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Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz).  © ADAC
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Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
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ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
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Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
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Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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