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Erste Kriegstage – Selenskyj beinahe von russischen Kommandos getötet

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Von: Marvin Ziegele

Der ukrainische Präsident ist Wladimir Putin ein Dorn im Auge. In den ersten Kriegstagen entging er nur knapp einem Attentat.

Kiew – Wolodymyr Selenskyj ist im Ukraine-Krieg zum Helden geworden. Der ukrainische Präsident hätte es sich ja einfach machen können. Doch das Angebot der USA, ihn aus Kiew auszufliegen, lehnte Selenskyj Anfang März ab. „Der Kampf findet hier statt“, lautete seine Botschaft an den Westen. Er brauche Munition, keine Offerte, das Land zu verlassen.

Kurz zuvor war Selenskyj von Russland zum „Ziel Nummer Eins“ im Ukraine-Konflikt erklärt worden. Der ukrainische Präsident gab nun gegenüber dem Nachrichtenportal Daily Mail zu, dass russische Truppen ihn während der kritischen ersten Kriegstage beinahe getötet hätten.

Wolodymyr Selenskyj: Russische Kommandos wollten Präsidenten der Ukraine töten

Selenskyj berichtete, dass am Tag der russischen Invasion Spezialkommandos mit dem Befehl, ihn und seine Familie zu ermorden, in Kiew abgesetzt wurden. Am Abend des 24. Februar 2022 sollen sie versucht haben, zweimal das Präsidentengebäude zu stürmen. Selenskyj und seine Familie waren bewacht, trotzdem blockierten sie Türen und Fenster und verteilten Waffen und Schutzwesten an jeden, der sie tragen konnte.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einem Treffen mit US-Außenminister Anthony Blinken.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einem Treffen mit US-Außenminister Anthony Blinken. © Imago Images

Die Attentate auf sein Leben schlugen fehl. Fortan veröffentlichte Selenskyj Videos, in denen er die Ukrainer dazu aufrief, nicht aufzugeben. Er ignorierte offenbar auch Bitten von Beratern und Wachleuten, aus dem Präsidentenpalast in einen sicheren Bunker in der Nähe zu fliehen.  

Ukraine News: Selenskyj entging Anschlag in ersten Kriegstagen

Die Hauptstadt Kiew ist mittlerweile relativ sicher, nachdem die Ukraine die russischen Invasionstruppen zerschlagen und über die Grenze zurückgedrängt hat. Vollständige Sicherheit herrscht jedoch nicht, wie Russland unter der Führung von Wladimir Putin am Donnerstag (28. April) bewies, als er fünf Marschflugkörper in das Herz der Stadt schoss, als UN-Chef António Guterres zu Besuch war.

Nun tobt die Schlacht Hunderte von Kilometern weiter östlich, wo die Truppen von Putin um die Kontrolle über die Donbass-Region kämpfen, von welcher der russische Despot zynisch behauptet, sie sei von Anfang an sein eigentliches Ziel gewesen. (marv)

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