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Begrüßungs-Eklat: Ugandischer Minister lässt von der Leyen links liegen - TV-Moderatorin: „Ich fasse es nicht“

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Von: Magdalena Fürthauer

Ursula von der Leyen links, ugandischer Außenminister schüttelt Charles Michel die Hand, rechts davon steht Emmanuel Macron.
Der ugandische Außenminister geht einfach an Ursula von der Leyen vorbei und begrüßt zunächst Charles Michel. © Screenshot Twitter / Georgine Kellermann

Beim EU-Afrika-Gipfel ist es zu einem Eklat gekommen: Bei der offiziellen Begrüßung ignorierte der ugandische Außenminister Ursula von der Leyen. Erst Macron schuf Abhilfe.

Brüssel - Kernthema beim ersten Gipfeltreffen zwischen der Europäischen und der Afrikanischen Union seit vier Jahren waren eigentlich Milliardeninvestitionen der EU - mit ihnen will Brüssel den Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent gegenüber China stärken. Doch ein Eklat schon bei der Begrüßung zwischen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen* und dem ugandischen Außenminister zieht reichlich Aufmerksamkeit auf sich.

Ursula von der Leyen: Eklat am Gipfeltreffen - Ugander ignoriert EU-Kommissionspräsidentin 

Zu sehen ist der Fauxpas in einem Video, das unter anderem WDR-Moderatorin Georgine Kellermann postete. Zu sehen sind von links nach rechts aufgereiht Ursula von der Leyen, Ratspräsident Charles Michel und der französische Präsident Emmanuel Macron*. Nachdem offenbar schon mehrere afrikanische Minister zur Begrüßung gebeten worden waren, kommt in dem Videoausschnitt der ugandische Außenminister Jeje Odongo ins Bild.

Ursula von der Leyen macht sich sichtbar bereit, den Politiker zu begrüßen, sagt auch etwas in seine Richtung. Doch der ugandische Minister geht schnurstracks an ihr vorbei und schüttelt zunächst Charles Michel, dann Emmanuel Macron die Hand. Während der Ratspräsident etwas ratlos wirkend von einer Seite zur anderen sieht, macht erst Macron den Politiker auf von der Leyen aufmerksam.

Ursula von der Leyen am EU-Afrika-Gipfel ignoriert - TV-Moderatorin empört

Odongo bemerkt zunächst den Hinweis offenbar nicht und positioniert sich zwischen von der Leyen und Michel für ein Foto. Erst nach einer erneuten Geste des französischen Präsidenten wendet sich der ugandische Außenminister von der Leyen zu. Anders als den beiden Männern gibt er ihr jedoch nicht die Hand, sondern begrüßt sie mit einem Kopfnicken und ein paar Worten, die im Video nicht zu hören sind.

Kellermann kommentierte die Situation empört. „Ich fasse es nicht. Toxische Männlichkeit in Reinform. Und Charles Michel ist schon wieder dabei. Dieser ungehobelte Politiker hat da nichts zu suchen. Wo lernt Mann, sich so daneben zu benehmen?“, schreibt sie erbost. Schließlich bedankt sie sich jedoch bei Macron, der den diplomatischen Fehltritt noch etwas mildern konnte.

Ursula von der Leyen: Ugandischer Außenminister ignoriert Kommissionspräsidentin - Erinnerung an „SofaGate“

Der Seitenhieb gegen Charles Michel kommt wohl nicht von ungefähr. Erst im April des Vorjahres wurde von der Leyen bereits vom türkischen Präsidenten Erdogan düpiert, als er Michel den Platz neben sich anbot und die ranghöchste EU-Politikerin ein gutes Stück weiter weg auf einem Sofa neben den Herren sitzen musste. Michel bot von der Leyen damals seinen Platz nicht an, sondern blieb sitzen; der Eklat machte als „SofaGate“ Schlagzeilen.

Doch nicht nur die WDR-Moderatorin Kellermann, auch andere Twitter-User beschweren sich über das Verhalten der Männer. „Was für ein armseliger Wicht“, schreibt einer in Bezug auf den ugandischen Außenminister. „Widerliches Verhalten“ und „Sie hätten den Handschlag gar nicht annehmen dürfen“ finden andere.

Außerdem schreibt ein User: „Das Verhalten ist unverzeihlich. Auch das von Michel. Schon wieder. Ich habe aber den Eindruck dass der Herr Minister aus Ostafrika völlig überfordert ist und gar nicht weiß, was er tun soll.“ Von offizieller Seite - weder von Ursula von der Leyen noch von Charles Michel - gibt es jedoch keine Stellungnahme zu dem Vorfall. (mef/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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