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Putins Teilmobilmachung: Geheimdienst sieht „Eingeständnis“ und „beträchtliches“ Risiko für Kremlchef

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Von: Franziska Schwarz

Russlands Präsident Wladimir Putin mobilisiert weitere Streitkräfte im Krieg mit dem Nachbarland Ukraine
Russlands Präsident Wladimir Putin mobilisiert weitere Streitkräfte im Krieg mit dem Nachbarland Ukraine. © IMAGO/Adrien Fillon

Der Vorstoß des russischen Präsidenten Wladimir Putin könnte nicht nur auf dem Schlachtfeld scheitern, sondern auch politisch gefährlich für ihn werden, heißt es aus London.

London - Hat Russland unter Wladimir Putin überhaupt die Fähigkeiten zur angeordneten Teilmobilmachung? Der britische Geheimdienst hat Zweifel daran. „Russland wird wahrscheinlich mit logistischen und administrativen Herausforderungen zu kämpfen haben, die 300.000 Soldaten auch nur zu mustern“, teilte das Verteidigungsministerium in London am Donnerstag (22. September) mit.

Die russische Militärführung werde vermutlich versuchen, mit den ausgehobenen Truppen neue Einheiten aufzustellen. Diese seien aber „wahrscheinlich monatelang nicht kampffähig“, hieß es weiter.

Teilmobilmachung durch Putin: Laut Geheimdienst „ein beträchtliches politisches Risiko“

Auch das britische Ministerium wertete die Teilmobilisierung als Zeichen russischer Schwäche. „Der Schritt ist praktisch ein Eingeständnis, dass Russland seinen Vorrat an willigen Freiwilligen für den Kampf in der Ukraine erschöpft hat“, betonte die Behörde. Die Einberufungen dürften zudem sehr unbeliebt in der Bevölkerung sein, hieß es weiter. In der Hoffnung, dringend benötigte Kampfkraft zu generieren, gehe Kremlchef Putin „ein beträchtliches politisches Risiko“ ein.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar unter Berufung auf den Geheimdienst täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will die britische Regierung, jetzt mit der neuen Premierministerin Liz Truss, sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor. (dpa/frs)

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