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Positiver Schnelltest: Robert Habeck wohl mit Corona infiziert

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Von: Felix Busjaeger

Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck ist an dem Coronavirus erkrankt. Das ist am Freitag bekannt geworden.
Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck ist an dem Coronavirus erkrankt. Das ist am Freitag bekannt geworden. © Lisi Niesner/Reuters/dpa

Wegen eines positiven Schnelltests hat sich Grünen-Politiker Robert Habeck in Isolation begeben. Alle News aus der Politik lesen Sie im Live-Ticker.

Positiver Corona-Test: Das Coronavirus hat Deutschland weiterhin fest im Griff und trifft in den vergangenen Tagen auch immer wieder Politiker. Nachdem zuletzt unter anderem auch Christian Lindner (FDP) positiv getestet wurde, trifft es nun einen Grünen-Politiker: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ist am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf eine Ministeriumssprecherin.

Demnach sei ein Schnelltest am Donnerstagabend, dem 28. April, noch negativ ausgefallen – am Freitag sei dann ein Test positiv gewesen. Wie es von der Sprecherin heißt, gehe es Habeck so weit gut. Er habe keine Symptome, allerdings habe er den rechtlichen Vorgaben Folge geleistet und sich in Isolation begeben. Alle Präsenztermine seien bis auf Weiteres abgesagt worden.

Russland stellt Beteiligung an ISS infrage: Der Ukraine-Krieg beeinflusst nun auch die Wissenschaft

ISS-Mission ungewiss: Seit nunmehr neun Wochen tobt der Ukraine-Krieg und inzwischen zeichnen sich immer weitere Folgen ab – bis hin zu einer befürchteten gewaltigen Eskalation am 9. Mai. Russland hat zudem nun seine Mitarbeit beim Betrieb der Internationalen Raumstation (ISS) hinterfragt. Wie der Chef der russischen Raumfahrtagentur, Dmitri Rogosin, sagte, werde die Entscheidung über „das Schicksal der ISS“ von der Lage abhängen, die künftig in seinem Heimatland herrscht. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur am Freitag unter Berufung auf die russische Nachrichtenagentur Tass. Begründet werden die Überlegungen auch mit den Sanktionen gegen Kremlchef Wladimir Putin, Außenminister Sergej Lawrow und die russische Wirtschaft.

Wie Rogosin weiter erklärte, werde Russland allerdings nicht sofort aus der Mission aussteigen. Für den gegebenen Fall würde Moskau seine Partner ein Jahr im Voraus über einen Ausstieg informieren. Bis 2024 sei Russlands Beteiligung an der Station vorläufig noch geplant. Rogosin hatte zuvor nicht ausgeschlossen, das russische Modul von der Internationalen Raumstation abzukapseln. Dabei deutete er einen eigenständigen Weiterbetrieb sowie eine mögliche Nutzung der Station zur militärischen Erdbeobachtung an.

Gesundheitsminister Lauterbach für Freitesten: SPD-Politiker hält Vorsicht bei verkürzter Corona-Isolation für sinnvoll

Freiwilliges Testen: Die Isolation für Corona-Infizierte soll nach Plänen der Regierung weiter verkürzt werden. Angesichts der gegenwärtigen Corona-Fallzahlen und Deutschland und zum Schutz der Mitmenschen hält Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) es für sinnvoll, dass Betroffene einer Corona-Infektion sich am Ende freitesten. „Ich persönlich glaube, dass am Ende von fünf Tagen – das ist ja eine sehr kurze Zeit – zumindest eine Selbsttestung dringend empfohlen sein müsste“, sagte der SPD-Politiker am Freitag im ARD-Morgenmagazin.

Die geplante Verkürzung der Corona-Isolation hatte das Gesundheitsministerium von Sachsen-Anhalt am Donnerstagabend öffentlich gemacht. Demnach soll Isolations- und Quarantänedauer Anfang kommender Woche angepasst werden. Derweil stoßen Kunden im Supermarkt und Discounter wieder auf leere Klopapier-Regale. Allerdings ergab eine Recherche bei Aldi, Edeka, Lidl, dass es nicht nur an Hamsterkäufen liegt.

Christian Lindner (FDP) denkt über Entlastungen nach: Staat „nicht an Gehaltserhöhungen bereichern“

Steuerentlastungen geplant: Die Inflation in Deutschland erreicht wohl auch im April wieder ein neues Rekordhoch und verbleibt damit deutlich oberhalb der sieben Prozent. Angesichts dieser Entwicklungen hat Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) einen Vorschlag für eine Entlastung von Beschäftigten angekündigt. Der Bild sagte er, der Staat dürfe „sich nicht an Gehaltserhöhungen bereichern, die nur den Preisanstieg ausgleichen. Deshalb werde ich im Herbst einen fairen Vorschlag machen, wie wir diese kalte Progression bekämpfen.“ Ein komplett neues Entlastungspaket, das auf Dauer angelegt ist, schloss Lindner aber aus.

Derweil hat sich das Bundeskabinett auf ein Entlastungspaket 2022 verständigt, das unter anderem aus einem 9-Euro-Ticket, einer 300 Euro Energiepauschale und einem Kinderbonus besteht. Dazu kommen noch weitere geplante Maßnahmen. Währenddessen war Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf seiner ersten Japanreise und besuchte am Freitagmorgen in Tokio eine Wasserstoffanlage. Am Donnerstag hatte Scholz den japanischen Ministerpräsidenten Fumio Kishida getroffen und mit ihm eine engere Zusammenarbeit vereinbart. „Meine Reise ist auch ein klares politisches Signal, dass Deutschland und die Europäische Union ihr Engagement in der Indopazifik-Region fortsetzen und intensivieren wollen“, erklärte Scholz.

Politik-Ticker: Alle News und Hintergründe des Tages auf einen Blick

Ob Corona-Pandemie, Ampel-Streit, Bürgergeld-Reform oder Ukraine-Konflikt: Jeden Tag entstehen überall auf der Welt Nachrichten – gute wie schlechte. Mit diesem Ticker halten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, über alle News des Tages auf dem Laufenden. Wir ordnen und gewichten das politische Geschehen und die Entwicklungen für Sie ein. Am Abend erhalten Sie dann alles Wichtige auf einen Blick.

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