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Ukraine nimmt russische Soldaten fest - und verkündet bedenkliche Zustände in Putins Armee

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Von: Magdalena Fürthauer

Ein Krankenwagen parkt neben einer Barrikade vor ukrainischen gepanzerten Fahrzeugen. Russische Truppen haben den erwarteten Angriff auf die Ukraine gestartet und drangen in die Hauptstadt vor.
Ein Krankenwagen parkt neben einer Barrikade vor ukrainischen gepanzerten Fahrzeugen. Russische Truppen haben den erwarteten Angriff auf die Ukraine gestartet und drangen in die Hauptstadt vor. © Efrem Lukatsky/dpa

Der Ukraine-Konflikt hält weiter an. Nun behauptet ein ukrainischer General, dass russische Soldaten, vorwiegend jung und schlecht ausgebildet, festgenommen worden seien.

Washington - Die Kämpfe im Ukraine-Konflikt* halten auch am Sonntag weiter an. Die Lage bleibt unübersichtlich, offenbar konnte das russische Militär eine weitere Stadt einnehmen. Umso mehr überrascht das Statement eines ukrainischen Generalmajors am Samstagabend (Ortszeit) in Washington. Ihm zufolge soll die Ukraine russische Soldaten festgenommen und dabei bedenkliche Zustände vorgefunden haben.

Ukraine-Konflikt: Russische Soldaten festgenommen - bedenkliche Zustände in Putins Armee?

Generalmajor Borys Kremenetsky, der in der ukrainischen Botschaft als Verteidigungsexperte fungiert, hat laut CNN in Washington ein kurzes Presse-Briefing gegeben. Dort habe er von 200 russischen Soldaten gesprochen, die von der Ukraine gefangengenommen worden seien. Sie alle seien „schlecht ausgerüstet“, manche von ihnen erst 19 Jahre alt und „überhaupt nicht ausgebildet“ gewesen. Unabhängig bestätigen lassen sich diese Informationen jedoch nicht.

Die gefangengenommenen Soldaten würden von der Ukraine gemäß der Genfer Konvention und demnach nach internationalem Menschenrecht behandelt werden, so Kremenetsky weiter. Sie bekämen demnach Essen und Trinken und dürften „ihre Eltern anrufen“. Russland* oder gar Wladimir Putin selbst reagierten auf die Vorwürfe an die Armee indes noch nicht.

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Ukraine-Konflikt: Russische Soldaten angeblich festgenommen - General bittet um mehr militärische Hilfe

Die Behauptungen des Generalmajors lassen sich jedoch wie bereits erwähnt nicht verifizieren. Immerhin toben die Gefechte in der Ukraine unerbittlich weiter und Russland ist in der Lage, immer weitere Gebiete einzunehmen. Kremenetsky machte laut CNN auch keine weiteren Angaben, wo und wann die russischen Soldaten gefangen genommen worden seien.

Kremenetsky habe in dem Pressestatement weiters ausgeführt, dass er eng mit dem Pentagon zusammenarbeite, die Ukraine jedoch dringend mehr militärische Hilfe benötige. „Es gibt eine Liste von entscheidenden Anforderungen an Ausrüstung und Fähigkeiten und wir brauchen noch immer mehr davon“, so der ukrainische Generalmajor. Er könne jedoch versichern, dass alles, was die Ukraine bereits an Hilfe erhalten habe, auch in einem angemessenen Weg Anwendung finde. (mef) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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