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Warnung der Bundesnetzagentur: Weitere Preissteigerungen für Gas in Sicht

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Von: Kim Hornickel

Gaszähler
Wegen stark steigender Energiepreise sollen Erwerbstätige eine Energiepreispauschale von 300 Euro erhalten. © Marijan Murat/dpa

Über die Gas-Versorgung aus Russland wird inmitten des Ukraine-Kriegs viel diskutiert. Der Chef der Bundesnetzagentur befürchtet weitere Preisanstiege.

Berlin – Der Ukraine-Konflikt sorgt weiter für Spannungen bei der Öl- und Gasversorgung. Nachdem Russland die Lieferungen für Dänemark und Shell-Tankstellen eingestellt hat, rechnet der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, mit weiteren Preissteigerungen beim Gas. „Das Gas, das in Europa frei gehandelt wird, dürfte sukzessive weniger werden“, sagte Müller in einem Interview dem „Tagesspiegel“.

„Wenn die Schraube weiter angezogen wird, seien es auch nur kleine Schritte, wird Gas noch teurer“, warnte der Behördenchef. Dass Russland auch Deutschland den Gashahn zudrehen wird, befürchtet Müller aktuell nicht. „Die Gaszuflüsse sind derzeit stabil.“ Seriöse Vorhersagen seien aber unmöglich, die Bundesnetzagentur könne nur auf Sicht fahren. „Ich wage keine Prognose, die über die nächsten 24 Stunden hinausgeht“.

Gas-Preise könnten weiter steigen – Chef der Bundesnetzagentur warnt

Müller hatte bereits in der Vergangenheit mit kontroversen Aussagen zur deutschen Energieversorgung während des Ukraine-Krieges auf sich aufmerksam gemacht. So forderte der Chef der Bundenetzagentur, die Deutschen sollten weniger heizen, um Gas zu sparen.

Diese Forderung hatte viele Menschen erzürnt, auch auf Facebook-machten Nutzer ihrem Ärger über Müllers Vorschlag Luft und forderten Politiker auf, mit gutem Beispiel voranzugehen. (kh/dpa)

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