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Ukrainischer Geheimdienstmann tot: Ehefrau findet Leiche mit Schusswunden

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Eine Gedenkstätte in der Ukraine. (Archiv- und Symbolbild).
Eine Gedenkstätte in der Ukraine. (Archiv- und Symbolbild). © Maysun/picture alliance

In der Ukraine stirbt ein Mitarbeiter des Geheimdiensts. Selenskyj hatte ihn zuvor persönlich eingesetzt.

Kropywnyzky - Der leitende ukrainische Geheimdienstmitarbeiter Oleksandr Nakonetschnyj ist tot in seiner Wohnung gefunden worden. Das gab die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft am Sonntag bekannt. Die Ehefrau habe ihren Mann am Samstagabend gegen 22.30 Uhr mit Schusswunden in der gemeinsamen Wohnung in der zentralukrainischen Stadt Kropywnyzky gefunden, nachdem sie zuvor Schüsse gehört hatte.

Die Polizei nahm Ermittlungen auf, weitere Einzelheiten gab sie nicht bekannt. Man könne derzeit keine konkreteren Angaben machen, sagte ein Behördensprecher dem Portal Ukrainska Pravda. Lokalpolitiker Andrij Lawrus schrieb bei Telegram, Nakonetschnyj habe sich selbst getötet. Dies konnte zunächst nicht bestätigt werden.

Oleksandr Nakonetschnyj: Ukrainscher Geheimdienstmitarbeiter tot aufgefunden

Oleksandr Nakonetschnyj leitete seit 2021 die örtliche Abteilung des Inlandsgeheimdienstes SBU in der Region Kirowograd. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte ihn eingesetzt. Die SBU ist eine Nachfolgeorganisation des Sowjet-Geheimdiensts KGB, in dem auch der heutige russische Präsident Wladimir Putin aktiv war.

Selenskyj hatte im Juli SBU-Chef Iwan Bakanow seines Amtes enthoben. Begründet hatte Selenskyj den Schritt mit dessen angeblich unzureichenden Bemühungen, Spione und russische Kollaborateure aus dem SBU zu entfernen. In diesem Zusammenhang hatte Selenskyj auch angekündigt, SBU-Mitarbeiter einer Prüfung zu unterziehen. Am Wochenende war in Russland eine Putin-Propagandistin ermordet worden. (as/dpa)

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