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„Krieg in IT-Sphäre“: Putin beklagt „fein abgestimmte“ Cyberangriffe gegen Russland - und kündigt Strategie an

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Wladimir Putin sieht Russland gegen einen ausländischen Cyber-Krieg gerüstet. Er spricht aber auch über seine Pläne für die nächsten Jahre.

Moskau - Spätestens seit der Eskalation des Ukraine-Konflikts ist im Westen auch die Angst vor russischen Cyber-Angriffen hoch. Doch auch Russland fühlt sich bedroht. Kremlchef Wladimir Putin beklagte eine Zunahme von Hackerangriffen gegen sein Land seit Beginn seines Angriffskrieges gegen die Ukraine.

„Im Grunde wurde gegen Russland eine echte Aggression, ein Krieg in der IT-Sphäre gestartet“, sagte Putin am Freitag (20. Mai) auf einer im Staatsfernsehen übertragenen Sitzung des nationalen Sicherheitsrats. Demnach wurden die Angriffe von ausländischen Geheimdiensten koordiniert. Aber er ist sich sicher: „Schon heute kann man sagen, dass diese Cyber-Aggression gegen uns wie auch die Sanktionsattacken gegen Russland insgesamt gescheitert sind.“

Putin-Auftritt während Ukraine-Kriegs: Neue Sicherheitsstrategie bis 2025

Wegen einer anhaltenden Gefahrenlage ordnete Putin an, bis 2025 eine neue Sicherheitsstrategie im IT-Bereich umzusetzen. Für eine Digitalisierung der Wirtschaft müssten die Risiken bei der Nutzung ausländischer Software und Technik auf ein Minimum reduziert werden. Die Nutzung von ausländischen Antivirenprogrammen sei von 2025 an verboten, sagte der russische Präsident.

Seit dem von Putin befohlenen Ukraine-Krieg sind eine Reihe staatlicher Institutionen in Russland, aber auch große Konzerne von Hackern angegriffen worden. Dabei wurden in einigen Fällen Webseiten lahmgelegt, in anderen große Datenmengen abgesaugt, darunter auch persönliche Daten russischer Staatsbürger.

Weitere Nachrichten zu militärischen Ereignissen in der Ukraine lesen Sie in unserem News-Ticker.

Putin während des Ukraine-Kriegs: Moskau leidet unter „Einschränkungen beim Zugang zu ausländischer Computertechnologie“

Die von ihm angeführten Cyberangriffe kämen aus verschiedenen Ländern, seien aber „fein abgestimmt“, so Putin. Sie zielten vor allem auf die Websites russischer Medien, Finanzinstitute, öffentlicher Dienste und Regierungsportale ab. Russland sei jedoch „im Großen und Ganzen“ auf die Attacken vorbereitet gewesen, betonte der Kreml-Chef.

Putin zufolge leidet Moskau im Rahmen der westlichen Sanktionen auch unter „Einschränkungen beim Zugang zu ausländischer Computertechnologie“. Eine Reihe von westlichen Anbietern habe ihre technische Unterstützung eingestellt. (dpa/AFP/cibo)

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