1. Startseite
  2. Politik

Schwarz-grüner Meilenstein in NRW: Wüst stellt sich Wahl

Erstellt:

Von: Helena Gries

Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen stimmt der Landtag heute über den Ministerpräsidenten ab. Die Wiederwahl von Amtsinhaber Hendrik Wüst gilt als sicher.

Düsseldorf – Gut sechs Wochen nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen stimmt der Landtag am Dienstag (28. Juni) um 14 Uhr in geheimer Wahl über den Ministerpräsidenten ab. Amtsinhaber Hendrik Wüst (CDU) stellt sich zur Wiederwahl.

Der 46-jährige Jurist, der als Nachfolger von Armin Laschet (CDU) acht Monate lang Kopf einer schwarz-gelben Koalition war, möchte nun Regierungschef des ersten schwarz-grünen Bündnisses in NRW werden. Beide Seiten haben am Montag bereits ihren 146 Seiten starken Koalitionsvertrag unterzeichnet. Grünen-Chefin Mona Neubaur sprach bereits Anfang Juni von „großen Herausforderungen“.

Schwarz-grün in NRW: Wüsts Wahl gilt als sicher

Da CDU und Grüne mit 115 von insgesamt 195 Mandaten über eine komfortable Mehrheit im Düsseldorfer Landtag verfügen, gilt Wüsts Wahl in dem Fünf-Parteien-Parlament als sicher. Er braucht mindestens 98 Stimmen. Gegenkandidaturen wurden der Landtagsverwaltung nicht bekannt. Landesparteitage von CDU und Grünen hatten dem Koalitionsvertrag am Wochenende mit großer Mehrheit zugestimmt. Am Mittwoch (29. Juni) steht mit der Vorstellung und Vereidigung des schwarz-grünen Kabinetts der letzte Akt der Regierungsbildung an.

Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Landesvorsitzender der CDU, spricht auf dem Parteitag der nordrhein-westfälischen CDU.
Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Landesvorsitzender der CDU, stellt sich zur Wiederwahl. (Archivbild) © Marius Becker/dpa

Auch in Schleswig-Holstein bahnt sich eine schwarz-grüne Regierung an. In Kiel soll am Vormittag (11 Uhr) der Koalitionsvertrag unterzeichnet werden, die Landesparteitage beider Parteien gaben am Montagabend grünes Licht. Die Wiederwahl von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) ist dort dann für Mittwoch geplant. Im Norden hat Schwarz-Grün ebenfalls eine komfortable Mehrheit im Landtag von 48 der 69 Mandate. (hg/dpa)

Auch interessant