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Sachsens ehemaliger Ministerpräsident Kurt Biedenkopf ist tot – Laschet würdigt ihn als „Ausnahmepolitiker“

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Von: Anna-Katharina Ahnefeld

Der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf ist tot: Kurt Biedenkopf aufgenommen am 13.06.2015 in Essen auf dem 37. Landesparteitag der CDU.
Der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf ist tot: Kurt Biedenkopf aufgenommen am 13.06.2015 in Essen auf dem 37. Landesparteitag der CDU. © Roland Weihrauch/dpa

Sachsens ehemaliger Ministerpräsident Kurt Biedenkopf ist verstorben. Das teilte die Staatskanzlei Dresden mit.

Update vom 13. August, 9.30 Uhr: Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat den gestorbenen früheren sächsischen Ministerpräsident Kurt Biedenkopf als „Ausnahmepolitiker“ gewürdigt. Er sei auch „ein Staatsmann und ein Landesvater im besten Sinne“ gewesen, sagte Laschet am Freitag in Berlin. Ihm sei es gelungen, Sachsen zu einer blühenden Landschaft und zu einem Hightech-Standort zu machen. Als Generalsekretär der CDU habe er die Partei in den siebziger Jahren modernisiert.

Laschet sagte weiter: „Er hat sich bleibende Verdienste um unser Land und um die Christlich Demokratische Union erworben.“

Erstmeldung vom 13. August, 8.45 Uhr:

Dresden – Der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf ist tot. Er sei am Donnerstagabend im Alter von 91 Jahren im Kreis seiner Familie friedlich eingeschlafen, teilte die Staatskanzlei in Dresden im Auftrag der Familie am Freitag mit.

Der CDU-Politiker machte Karriere in beiden Teilen Deutschlands und führte Sachsen von 1990 bis 2002 als Regierungschef. Biedenkopf war am 28. Januar 1930 in Ludwigshafen zur Welt gekommen. 1973 wurde der Rechtsprofessor auf Vorschlag des damaligen Parteichefs Helmut Kohl Generalsekretär der CDU. Später avancierte er zum Rivalen Kohls. In den 1980er Jahren machte er nur noch bei der CDU Nordrhein-Westfalen von sich reden, am Ende des Jahrzehnts war Biedenkopfs politische Laufbahn im Grunde zu Ende. Doch die Wende in der DDR eröffnete ihm die Chance für ein Comeback.

Ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen: CDU-Politiker Kurt Biedenkopf ist tot

Der CDU-Politiker Lothar Späth überredete ihn, in den Osten zu gehen und sich in Sachsen um das Amt des Ministerpräsidenten zu bewerben. Biedenkopf gab als Grund später an, er habe gemeinsam mit seiner Ehefrau Ingrid dem Land dienen wollen. Sachsen erlebte unter seiner Führung in den 1990er Jahren eine Gründerzeit. Drei Mal beschaffte er der Union im Freistaat bei Landtagswahlen eine absolute Mehrheit. Die Sachsen nannten ihn „König Kurt“.

Das Ende von Biedenkopfs Amtszeit war allerdings weniger rühmlich. Affären wie die um Rabattkäufe beim Möbelhaus Ikea beschleunigten seinen Fall. Schon zuvor war der Konflikt um seine Nachfolge offen ausgebrochen. Letztlich unterlag Biedenkopf in einem parteiinternen Machtkampf seinem früheren Finanzminister Georg Milbradt.

Im April 2002 schied Biedenkopf im Alter von 72 Jahren aus dem Amt. Dennoch blieb er in der Sachsen-CDU präsent - vor allem, wenn es mal nicht so lief in der Partei. Er arbeitete später wieder als Rechtsanwalt und publizierte. Auch der Politik blieb er verbunden, etwa als Ombudsrat für Hartz-IV-Beschwerden. (dpa/aka) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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