Kim Jong Un und Donald Trump sitzen in einem Büro und lächeln sich an. Im Hintergrund sieht man Fahnen der USA und von Nordkorea.
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Den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump soll eine besondere Freundschaft verbinden. (Archivbild)

Briefe in Enthüllungsbuch

Von Hunden zerfleischt: Kim Jong Un soll Donald Trump von grausamer Hinrichtung berichtet haben

  • Kathrin Reikowski
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US-Präsident Donald Trump soll eine bizarre Freundschaft mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verbinden - in einem Enthüllungsbuch werden jetzt pikante Details bekannt.

  • Vor der US-Wahl 2020* werden immer mehr Details über die Regierungsgeschäfte von US-Präsident Donald Trump* bekannt.
  • Unter anderem soll ihn eine besondere Freundschaft mit dem nordkoreanischen Diktator Kim Jon Un verbinden - so das Enthüllungsbuch des US-Journalisten Bob Woodward.
  • Besonders pikant: Angeblich prahlte Donald Trump* sogar mit Insiderwissen über einen Mord.

Washington D.C. (USA) - Noch zu Beginn seiner ersten Amtszeit* hatte US-Präsident Donald Trump Nordkorea mit Krieg gedroht. Doch auf die offensichtliche Feindschaft der beiden Machthaber Trump und Kim Jong Un folgte eine Freundschaft - die wohl mitunter bizarre Züge annahm*. Wie bizarr scheint Trump aber nicht bewusst zu sein, denn er plaudert gerne offen über sein Verhältnis zu Nordkoreas Diktator.

Wie Trump dem Journalisten Bob Woodward in einem Interview erzählt haben soll, tauschten Kim und Trump über die Jahre mehrere Briefe aus. Trump hatte darüber einmal gesagt: „Er hat mir wunderschöne Briefe geschickt, es sind großartige Briefe. Wir haben uns verliebt.“ Während der Wahlkampf in den USA* in die heiße Phase eintritt, sind vorab bekannt werdende Auszüge aus dem Buch „Rage“ von Bob Woodward Gegenstand heftiger politischer Debatten in den USA. Kim Jong Uns Freundschaft mit Trump ist nur das jüngste Beispiel.

US-Präsident Donald Trump und Kim Jong Un: Intensiver Briefwechsel zwischen den Machthabern

Auch aktuell lässt Trump keine Zweifel daran, dass er große Stücke auf den nordkoreanischen Diktator hält:

Erst am Freitag postete er auf Twitter, dass sich Un in bester Gesundheit befinde und nie unterschätzt werden solle - immer wieder gibt es Spekulationen über den Gesundheitszustand Uns.

Details aus den Briefen, die ebenfalls im Buch Woodwards veröffentlicht werden sollen, klingen mitunter seltsam. Unter anderem soll Kim Jong Un an Trump über eine Begegnung der beiden geschrieben haben: „Selbst jetzt noch kann ich den historischen Moment nicht vergessen, als ich die Hand Ihrer Exzellenz gehalten habe.“

Donald Trump und Kim Jong Un: Trump prahlt mit Wissen über Hinrichtung von Uns Onkel

Dass die gute Beziehung der beiden miteinander offenbar durch nichts erschüttert werden kann, wird deutlich, wenn Trump im Interview mit Woodward davon prahlt, dass Kim Jong Un ihm Details über die Hinrichtung seines Onkels erzählt habe. Experten vermuten, dass es sich dabei um den 2015 hingerichteten Jang Song Thaek gehandelt haben muss. Damals hatte unter anderem der Focus berichtet, dass der politisch Gefangene Gerüchten zufolge nicht wie andere Gefangene erschossen, sondern von Hunden zerfleischt worden sei.

Ob die Briefe an Trump tatsächlich aus der Feder Kim Jong Uns stammen, ist unterdessen nicht gesichert. Sie werden vom US-Geheimdienst allerdings als „Meisterstück“ bezeichnet, was Schmeicheleien an Trump angehe - und wie man seinem Wunsch nachkommen könne, im „Mittelpunkt der Geschichte zu stehen“, schreibt Woodward. Ein weiteres Enthüllungsbuch beschäftigt sich unter anderem mit der Ehe von Trump - und einer Aussage Trumps über seine Frau Melania. (dpa/kat - *Merkur.de/fr.de sind Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.)

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