Was kommt nach dem Weißen Haus?

Trump-Clan nach der US-Wahl: Insider enthüllen die Zukunftspläne von Ivanka, Donald und Co.

Die Zeit im Weißen Haus ist für die Trumps zumindest vorerst vorbei. Wie die Zukunftspläne des amtierenden Präsidenten und seiner Familie aussehen? Insider verraten jetzt Details.

  • Donald Trump* und seine Familie müssen das Weiße Haus im Januar verlassen.
  • Der Clan muss sich angesichts der kommenden Biden-Ära umorientieren.
  • Insider verraten jetzt, was Donald Trump und seine Kinder jetzt vorhaben.

Washington D.C. - Die Umzugskartons dürften sich im Weißen Haus bald stapeln. Schließlich müssen Donald Trump und seine Familie den Regierungssitz im Januar räumen. Nach der Niederlage bei der US-Wahl wird es für den scheidenden Präsidenten keine zweite Amtszeit geben. In einer Pressekonferenz stellte er nun sogar selbst den Auszug aus dem Weißen Haus* in Aussicht. Wie geht es für ihn und seine Familie jetzt aber weiter? Insider und Experten haben dazu konkrete Vermutungen. Denn das Donald Trump und sein Clan nach vier krawalligen Jahren einfach wieder von der Bildfläche verschwinden, erscheint den meisten unwahrscheinlich.

Golf spielen oder Politik? Was macht Donald Trump, wenn Joe Biden übernommen hat

Für den noch amtierenden Regierungschef könnte es nach dem Übergang im Januar allerdings ungemütlich werden. Er trägt jetzt ein Label, das er eigentlich verabscheut: Verlierer. Doch viel Zeit, um diese Niederlage zu verkraften, wird ihm nicht bleiben. Es laufen Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung und Verstöße gegen das Wahlkampfgesetz gegen ihn. Mehrere Frauen haben Klagen wegen Belästigung eingereicht. Kreditgeber fordern die Rückzahlung von Darlehen in Höhe von Hunderten Millionen Dollar.

Der Immobilien-Mogul muss sich also etwas einfallen lassen. Denn präsidiale Immunität genießt er dann nicht mehr. Um weiterhin im öffentlichen Diskurs präsent zu bleiben, könnte er also einen eigenen konservativen Medienkonzern gründen oder in einen bestehenden investieren, vermutet die renommierte US-Zeitung Politico. Auf diese Weise könnte er sich eine ihm gewogene Berichterstattung sichern. Auch die Gründung einer eigenen Partei oder ein Kandidieren bei der Wahl 2024 sind laut dem Blatt nicht ausgeschlossen.

Sollte Donald Trump* sich doch aus der Politik verabschieden, bliebe ihm die Rückkehr zu seinem gleichnamigen Unternehmen, das Hotels, Resorts und Golfclubs umfasst. Ob das allerdings lukrativ ist, scheint zumindest fraglich. Während der Corona-Pandemie wurden herbe Verluste eingefahren. Trumps Netto-Vermögen soll laut Forbes allein in den letzten Monaten um eine Milliarde Dollar gesunken sein. Fest steht nur: Ganz gleich, was Donald Trump macht, wir werden von ihm hören.

In New York geächtet: Ivanka Trump und Jared Kuschner auf der Suche nach neuen Perspektiven

Betroffen ist von dem Regierungswechsel aber auch Trumps Familie. Seine Tochter Ivanka und deren Ehemann Jared Kushner waren in der letzten Legislaturperiode als Berater für den Präsidenten tätig. Dafür stellten sie andere Dinge zurück, zogen von New York nach Washington. Jetzt überlegen sie, ob sie in den Big Apple zurückkehren können. Das berichtet CNN. Vor Trumps Einzug ins Weiße Haus waren Ivanka und Jared dort gern gesehene Mitglieder der High Society. Doch das hat sich geändert.

Der scheidende Präsident hat sich in den vergangenen vier Jahren oft sehr negativ über seine ehemalige Heimatstadt geäußert und damit viele verärgert. „Niemand hier wird das vergessen. Nach allem, was er gesagt hat, hierher zurückzukommen, das wird nicht funktionieren“, prophezeit Jill Kargman gegenüber dem Sender. Sie ist Schriftstellerin, wohnt selbst in der Upper East Side und bewegt sich ebenfalls in High-Society-Kreisen. Jared und Ivanka kennt sie von früher.

Ausweichmöglichkeit für das Paar und die gemeinsamen Kinder könnte der Bundesstaat New Jersey sein. Andere Quellen vermuten bei CNN, dass Ivanka nach Florida ziehen könnte. Auch ihr Vater hat seinen Hauptwohnsitz dorthin verlegt. Allerdings käme Mar-a-Lago wohl nicht infrage. Zu nah an Donalds Ehefrau Melania Trump.* Die First Lady und die First Daughter haben ein eher frostiges Verhältnis.

Politische Ambitionen? Will Ivanka Trump Präsidentin werden

Auch die Frage nach der beruflichen Zukunft stellt sich für das Paar. Die beiden sind zwar sehr wohlhabend, aber Jared hat Kredite in Millionenhöhe aufgenommen, die bereits 2022 fällig werden. Es gilt also weiterhin, Geld nach Hause zu bringen. Kushner könnte daher wieder in das Immobilien-Unternehmen seiner Familie einsteigen und dort in leitender Position tätig sein. Seine neu geknüpften Kontakte zu einflussreichen Personen könnten für die Geschäfte förderlich sein. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte auf Anfrage von CNN, es gäbe für den Schwiegersohn des Präsidenten „eine Fülle von Möglichkeiten gibt, die er ausloten kann“.

Seine Ehefrau soll dagegen Geschmack am politischen Betrieb gefunden haben. Einige Insider munkeln, sie könne in die Fußstapfen ihres Vaters treten und selbst als Präsidentschaftskandidatin antreten wollen. Sie schlug schon im vergangenen Wahlkampf sanftere Töne an als Donald Trump selbst und könnte damit Erfolg haben. Die konservativen Inhalte aber bleiben. Auch sie hatte - wenn auch zurückhaltender - die haltlosen Behauptungen des Wahlbetrugs unterstützt.

Konkurrenzkampf der Geschwister? Auch Donald jr. soll sich für die Politik interessieren

Der Name Trump könnte bei den Republikanern eine vielversprechende Karriere bedeuten. Schließlich konnte der Präsident trotz Niederlage rund 72 Millionen Stimmen auf sich vereinen. Neben Ivanka soll auch Donald jr. seine Leidenschaft für die Politik entdeckt haben. Besonders die Wahlkampfauftritte und Spenden-Events hätten das Feuer bei dem Trump-Sohn und seiner Freundin Kimberley Guilfoyle entfacht, verrieten Insider laut Focus. Sie wollen nun offenbar Spitzenpositionen in der Partei anstreben. Guilfoyle arbeitete früher für den Sender Fox News wurde aber nach Vorwürfen sexueller Belästigung ihrer Assistentin frühzeitig entlassen.

Etwas unauffälliger ist dagegen der dritte im Bunde: Eric Trump. Zwar setzt er sich bei Auftritten, Interviews und im Netz vor und nach der Wahl für seinen Vater ein. Ihm wird aber kein großer eigener Antrieb zugeschrieben. Es ist gut möglich, dass er erst einmal abwartet, was der Rest der Familie entscheidet. Begleiten wird uns der Trump-Clan in jedem Fall noch lange. (mam) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

Rubriklistenbild: © EPA/SHAWN THEW / dpa

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