Kampf gegen Sars-CoV-2

Schulen in der Corona-Krise: Signifikanter Anstieg ohne Maskenpflicht? Das sagt die EU-Kommissarin dazu

  • Marcus Giebel
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In Deutschland und ganz Europa wird in ein neues Schuljahr gestartet. Wie prekär ist die Situation aufgrund der Corona-Krise? Die EU-Gesundheitskommissarin erläutert die Gefahrenlage.

  • Nordrhein-Westfalen (NRW), Berlin und Schleswig-Holstein sind ins neue Schuljahr 2020/2021 gestartet.
  • In NRW führen verschiedene Corona-Fälle zu Schließungen. Die umstrittene Maskenpflicht im Unterricht wird jedoch gekippt. Das Bundesland Schleswig-Holstein vollzieht einen Kurswechsel.
  • Die Gesundheitskommissarin der EU spricht in einem Interview über aktuelle Erkenntnisse im Hinblick auf die Corona-Gefahr in Schulen. Außerdem gibt es eine neue Prognose in Sachen Impfstoff-Entwicklung.

Update vom 29. August, 11.12 Uhr: EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides erwartet keinen deutlichen Anstieg von Corona-Fällen durch die Wiedereröffnung von Schulen. „Studien in mehreren EU-Ländern haben gezeigt, dass die Übertragung von Kind zu Kind in Schulen selten ist und dass die Wiedereröffnung von Schulen nicht mit einem signifikanten Anstieg der Infektionen* verbunden ist“, sagte Kyriakides der italienischen Zeitung La Stampa in einem veröffentlichten Interview.

Nach derzeitigen Erkenntnissen sei es bei angemessenen Hygienemaßnahmen wie der Wahrung physischer Distanz oder der Einteilung der Schüler in Gruppen unwahrscheinlich, dass Schulen in Europa eine größere Infektionsquelle bildeten als andere Orte, sagte Kyriakides. „Und das ist es, worauf wir hoffen.“ Zu einem weiteren wichtigen Thema äußerte sich Kyriakides: Der erste Impfstoff gegen den Erreger Sars-CoV-2 sei möglicherweise gegen Ende des Jahres oder Anfang 2021 verfügbar. Eine genaue Vorhersage sei allerdings „riskant“.

Ein Junge auf dem Weg zur Einschulung in Niedersachsen. Er trägt eine Schutzmaske aufgrund der Beschränkungsmaßnahmen wegen Covid-19.

Update vom 27. August, 18.31 Uhr: Die umstrittene Maskenpflicht an weiterführenden Schulen in NRW wird zum 31. August ausgesetzt. Das gab Ministerpräsident Armin Laschet am Donnerstag bekannt. Somit müssen Schülerinnen und Schüler nicht mehr stundenlang mit Mund-Nasen-Schutz im Unterricht sitzen. Eine Maskenpflicht für den Pausenhof und das Schulgebäude bleibt jedoch weiterhin erhalten. Ohnehin von der Regelung ausgenommen sind die Grund- und Förderschüler der Primarstufe.

Deutsche Schulen in Corona-Krise: Dutzende Schüler in Quarantäne - Schleswig-Holstein vollzieht Kehrtwende

Update vom 19. August, 20.35 Uhr: Schleswig-Holstein vollzieht nun doch einen Kurswechsel. In dem norddeutschen Bundesland wird eine Maskenpflicht an den Schulen eingeführt, wie Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Mittwoch in Kiel verkündete. Zuvor gab es lediglich eine dringende Empfehlung, eine Maske zu tragen.

Die nun erlassene Maskenpflicht ist ab Montag auf dem Schulgelände gültig, gilt aber nicht im Unterricht in den Klassenräumen. Die vorherige „dringende Empfehlung“ betraf bisher alle Schüler ab der 7. Klasse, nun besteht für alle Jahrgänge Maskenpflicht.

Corona-Krise: Verwaltungsgericht in Schleswig-Holstein gibt Schüler recht - er muss keine Maske tragen

Nachdem Prien noch am vergangenen Freitag nach der ersten Schulwoche eine Maskenpflicht als nicht geboten eingestuft hatte, sorgten die Erfahrungen der ersten Woche bei ihr für ein Umdenken. An den knapp 800 Schulen in Schleswig-Holstein wurden seit Beginn des neuen Schuljahres am 10. August in etwa 15 Schulen wegen Corona-Fällen oder Verdachtsfällen einzelne Schülergruppen vorsorglich nicht im Präsenzunterricht unterrichtet.

Das Verwaltungsgericht in Schleswig hatte vor der angeordneten Maskenpflicht im Fall eines Kieler Schülers entschieden, dass dieser die Mund-Nasen-Bedeckung vorerst nicht aufziehen muss. Bildungsministerin Prien hatte unmittelbar nach dem Urteil erklärt, man werde den Beschluss des Verwaltungsgerichts auswerten.

Update vom 16. August, 14.18 Uhr: Nach dem teilweise chaotischen Schulstart in NRW, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein kehren die Schüler aus drei weiteren Bundesländern in dieser Woche wieder in die Klassenräume zurück: In Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland enden die Sommerferien. In allen drei Ländern gilt im Unterricht keine Maskenpflicht, die Abstandsregeln sind größtenteils aufgehoben - lediglich außerhalb der Klassenräume müssen im Schulgelände ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) denkt dabei vor allem an die Sicherheit der Lehrer: „Wir brauchen die Kompetenz aller Lehrerinnen und Lehrer. Dabei müssen wir sicherstellen, dass die Arbeit für sie nicht zu einem persönlichen Risiko wird.“ Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) riet vor allem Erstklässlern und ihren Eltern trotz Einschulung in Corona-Zeiten zur Gelassenheit. „Wenn die Eltern die Ruhe nicht bewahren, überträgt sich das auch auf die Kinder.“

Schule in Corona-Krise: Schließungen nach zahlreichen Infektionen - Hunderte in Quarantäne

Update vom 15. August, 21.40 Uhr: Das neue Schuljahr in Nordrhein-Westfalen beginnt einem Bild-Bericht zufolge mit einigen weiteren rigorosen Maßnahmen. So seien wegen Corona-Fällen zwei Schulen vorübergehend geschlossen worden, bei zehn weiteren habe es Teilschließungen von Klassen oder Lerngruppen gegeben. 14 Schulklassen seien nach Hause geschickt worden.

Letztere Fälle betreffen demnach den Regierungsbezirk Arnsberg im Sauerland, wo bis Freitag 23 Infektionen aufgetreten seien. 358 Menschen mit Bezug zu Schulen befänden sich in Quarantäne. „Wichtig ist, dass künftig nicht jegliche Infektion im Umfeld von Schulen automatisch zu einer kompletten Schulschließung führt, sondern die zuständigen Behörden auch mildere Maßnahmen prüfen“, wird NRW-Schulsekretär Mathias Richter zitiert.

Schulstart in Corona-Krise: „Was kommt raus?“ Grünen-Chefin Baerbock greift Merkel frontal an - und stellt Forderung

Update vom 15. August, 10.13 Uhr: Alle Lehrer und Erzieher sollten aus Sicht von Grünen-Chefin Annalena Baerbock nach dem Urlaub auf das Sars-CoV-2-Virus* getestet werden. „Testangebote gibt es ja mittlerweile in vielen Bundesländern - allerdings freiwillig und stichprobenartig“, sagte Baerbock den Zeitungen des Funke-Mediengruppe. „Die ersten Ausfälle von Schulen und Kitas nach den Sommerferien zeigen aus meiner Sicht, dass jede Lehrerin und jeder Erzieher, die aus dem Urlaub kommen, erstmal getestet werden sollten.“ Während Kinder und Jugendliche zum Pandemieschutz nach Jahrgängen getrennt würden, wechselten an vielen Schulen die Lehrer von Klasse zu Klasse.

Das Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chefin Saskia Esken und mehreren Kultusministern zur Digitalisierung in Schulen kam aus Baerbocks Sicht zu spät und brachte unzureichende Ergebnisse. „Ein halbes Jahr nach Pandemiebeginn setzt sich die Kanzlerin mit der SPD-Chefin und einigen Bildungsministern zusammen, um zu überlegen, was man so tun könnte“, sagte sie. „Was kommt raus? Ein Laptop für jeden Lehrer, als Absichtserklärung.“ Es hätte längst gemeinsame Leitlinien mit den Ländern geben müssen, Geld und Unterstützung für Schulen und Kitas sowie Hilfe beim Personal.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Annalena Baerbock (Grüne)

Schulstart trotz Corona: In Corona-Hotspots mit Maskenpflicht - erste Schulen bereits wieder dicht

Update vom 13. August, 08.26 Uhr: In Berlin und Nordrhein-Westfalen sind die Schulferien vorbei. In der Coronavirus-Pandemie wird der Weg zurück in die Normalität gesucht, Schulen wieder geöffnet. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat in NRW einen Sonderweg gewählt und eine Maskenpflicht an Schulen eingeführt. Doch nicht nur wegen der Masken zum Schulstart in der Hitzewelle gab es Aufregung am ersten Schultag. Berlin und NRW zählen zu jenen Bundesländern, in welchen die Corona-Pandemie aktuell wieder außer Kontrolle zu geraten droht. Und in beiden Bundesländern wurden bereits erste Fälle an Schulen gemeldet - die ersten Einrichtungen mussten bereits wieder schließen.

So etwa wegen eines Corona-Falls ist eine Sekundarschule im nordrhein-westfälischen Dorsten am ersten Tag des neuen Schuljahres - die Schule blieb schlicht geschlossen. Eine Lehrerin habe sich angesteckt, sie befinde sich in Quarantäne, sagte ein Sprecher des Kreisgesundheitsamtes am Mittwoch. Die Lehrerin habe an den Tagen vor dem Schulbeginn an mehreren Konferenzen teilgenommen. Insgesamt seien 43 Kontaktpersonen ermittelt worden, die nun getestet würden. Wegen Personalmangels sei am Mittwoch kein Schulbetrieb möglich gewesen.

Coronavirus: Schulstart in der Pandemie - erste Einrichtungen bereits wieder geschlossen

Auch in Berlin hat die erste Schule kurz nach den Sommerferien wegen eines möglichen Corona-Falls direkt wieder dicht gemacht. Wie in NRW handelt es sich bei der möglichen Corona-Infektion um eine Lehrkraft. Diese habe angegeben, positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden zu sein, teilte der Bezirk am Donnerstag mit. Die Bestätigung des Gesundheitsamts stehe noch aus. Zuvor hatte der RBB berichtet. „Es handelt sich um eine vorsorgliche, wohl eintägige Schließung dieser einen Schule“, teilte die Senatsverwaltung für Bildung am Donnerstag mit.

Berlin war dem Vorbild NRWs gefolgt und hat den Schulbeginn mit Maskenpflicht wiederbelebt - jedoch ohne Mindestabstand. Der Schritt war heftig umstritten. Unter anderem die Bildungsgewerkschaft GEW hatte eine Öffnung in dieser Form als fahrlässig kritisiert und kleinere Lerngruppen und eine Mischung aus Präsenzunterricht und häuslichem Lernen gefordert. Die Wirtschaft wiederum hatte sich trotz Corona-Pandemie für einen Schulbeginn mit Präsenzunterricht für alle Schüler ausgesprochen.

Schulstart trotz Corona: Schüler nehmen in Hotspot-Ländern wieder Platz - erste Schulen am ersten Tag wieder geschlossen

Update vom 12. August, 14:07 Uhr: Das große Experiment ist gestartet. Diesen Mittwoch haben die Schulen in Nordrhein-Westfalen wieder Betrieb aufgenommen. Allein in Köln hat sich für etwa 152.000 Schüler und Schülerinnen der Alltag aufgrund neuer Regeln und Maskenpflicht komplett verändert. Die Kölner Schulen haben sich auf die neue Situation eingestellt.

Einschulungsfeiern hätten zwar stattgefunden, allerdings nur unter strengen Auflagen, wie der Kölner Express berichtet. So entschieden sich manche Einrichtungen für eine zeitversetzte Begrüßung der neuen Schüler in kleinen Gruppen, andere verlegten die Veranstaltung unter freien Himmel. Auch für diejenigen, die schon länger an der jeweiligen Schule sind, gelten strenge Regeln. So sind Masken auch im Unterricht Pflicht - trotz brütender Hitze. Es gilt, möglichst schnell an den eigenen Sitzplatz zu gehen und dann dort zu bleiben. Die Türen vieler Klassenzimmer bleiben offen, damit die Klinke nicht unnötig oft berührt wird, so der Kölner Express. Dazu kommt gutes Durchlüften, regelmäßiges Händewaschen und so viel Abstand wie möglich. Bei den Schülern stoßen die Maßnahmen nicht unbedingt auf Gegenliebe. „Ich glaube, das wird ein bisschen blöd“, sagt eine 16-jährige Schülerin gegenüber dem Kölner Blatt.

Coronavirus: In NRW startet die Schule mit landesweiter Maskenpflicht

Erstmeldung vom 12. August: Düsseldorf - Es ist die Generalprobe: In Nordrhein-Westfalen startet an diesem Mittwoch (12. August) nach sechseinhalb Wochen Sommerferien der reguläre Schulbetrieb in der Corona-Pandemie* wieder. Ganz Deutschland schaut hin, ob und wie der Sonderweg des bevölkerungsreichsten Bundeslands funktioniert - denn landesweite Maskenpflicht im Unterricht gibt es bislang nur hier. Ausgenommen bleiben davon lediglich die Grund- und Förderschulen.

Unter scharfer Beobachtung stehen nicht nur die Bedingungen für Schüler und Lehrer vor Ort, sondern das gesamte, von Anfang an heftig umstrittene Corona-Krisenmanagement von Ministerpräsident Armin Laschet* (CDU). „Wir müssen gerade in diesen Tagen besonders vorsichtig sein“, rechtfertigt Laschet seinen Kurs. Daher sei die zunächst bis Ende August befristete NRW-weite Maskenpflicht richtig. In anderen Bundesländern gibt es diese Vorschrift nur an einzelnen Schulen.

Nordrhein-Westfalen startet nach den Sommerferien wieder in den Regel-Schulbetrieb.

Coronavirus in NRW: 2,5 Millionen Schüler kehren in Regelbetrieb zurück - Eltern- und Lehrerverbände in Sorge

Gegen die Rückkehr der rund 2,5 Millionen Schüler in den Regelbetrieb an landesweit 2500 Schulen hatten mehrere Lehrer- und Elternverbände Bedenken geäußert, weil aus ihrer Sicht nicht ausreichend für den Infektionsschutz* in großen Klassen Sorge getragen wird.

Unter anderem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft vermisst - wie auch die Landtagsopposition - intelligente Konzepte für eine Entzerrung des Unterrichts, etwa durch „Schichtbetrieb“ und Angebote im Freien. Was, wenn sich nun massenhaft Schüler in NRW mit dem Sars-Cov-2-Virus* anstecken, Schulen geschlossen werden müssen und die ohnehin seit Wochen anziehenden Infektionszahlen wieder starke Einschränkungen des öffentlichen Lebens erforderlich machen?

Maskenpflicht in der Schule: „Für Armin Laschet steht zur Zeit viel auf dem Spiel“

„Für Armin Laschet steht zur Zeit viel auf dem Spiel“, stellt Politikwissenschaftler Ulrich von Alemann fest. Dessen „Lockerungsübungen“ im Corona-Krisenmanagement seien „in der Bevölkerung und in der Union nicht gut angekommen“, sagte er der dpa. „Ob er mit einem harten Schulmanagement und mit neuen strengen Schutzauflagen punkten können wird, ist offen.“

Schließlich müsse sich Laschet derzeit im „Triathlon“ um die Beliebtheit in der Bevölkerung, den Parteivorsitz der CDU und die Kanzlerkandidatur für die Union bewähren. Nachdem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder *(CSU) den NRW-Regierungschef in Sachen Popularität und Kanzlertauglichkeit in den Umfragen schon weit hinter sich gelassen habe, sei es „fast ausgeschlossen“, diesen Vorsprung noch einzuholen, bilanzierte von Alemann.

Schulbeginn in NRW: Laschet im „corona-politischen Blindflug“?

Ein Fiasko im Corona-Krisenmanagement an den Schulen, das in NRW Millionen Eltern, Lehrer und Schüler unmittelbar betrifft, wäre keine Empfehlung für höhere Weihen. Der Oppositionsführer im Düsseldorfer Landtag, Thomas Kutschaty, sieht Laschet bereits „im corona-politischen Blindflug“. Bislang sei die schwarz-gelbe Landesregierung vor allem durch ihr „Hin und Her“ aufgefallen, sagte der SPD-Fraktionschef der dpa.

„Nachdem Armin Laschet mit seinem Lockerungskurs erkennbar vor die Wand gefahren ist, gibt er jetzt zum Schulstart ganz plötzlich den Hardliner“, urteilte der frühere NRW-Justizminister. „In den USA nennt man das einen Flip-Flopper.“ Nachdem es die Landesregierung versäumt habe, frühzeitig auf eine konsequente Teststrategie zu setzen, sei die Maskenpflicht an den Schulen nun „leider notwendig“.

Schule trotz Corona in NRW: Maskenpflicht „empfehlenswert“ - oder „überflüssige Behinderung“?

Unter Lehrer-, Eltern-, Ärzteverbänden und Wissenschaftlern ist das bundesweit umstritten. Während der Marburger Bund die Maskenpflicht im Unterricht als sinnlose, „überflüssige Behinderung“ sieht, stuft eine Gruppe renommierter Wissenschaftler sie in einer Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina als empfehlenswert ein.

Umstritten ist auch, ob nach Corona-Infektionen ganze Schulen geschlossen werden sollen. „Wenn ein Corona-Fall in einer Schule auftaucht, muss nicht direkt die Schule für 14 Tage geschlossen werden“, sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt der Rheinischen Post. Es reiche, wenn einzelne Klassen oder Kurse zu Hause blieben.

Laschet will Schulbetrieb trotz Corona: Generalprobe für Berlin?

Zumindest hat sich in NRW keine Partei und kein namhafter Verband dafür ausgesprochen, sicherheitshalber beim Lernen auf Distanz zu bleiben und wieder auf Home Schooling zu setzen. Dass dabei in den Wochen vor den Ferien nicht alle Schüler mitgenommen werden konnten, sondern Bildungsnachteile entstanden seien, sei unzweifelhaft, räumt Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) ein. Auch die Landesschülervertretung hat davor gewarnt.

NRW startet als sechstes Bundesland nach Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin ins neue Schuljahr. Laschets komplette politische Existenz stehe mit dem Ausgang des Experiments Schulvollbetrieb im Corona-Jahr nicht auf dem Spiel, betonte von Alemann. „Wenn Söder sein bayrisches Amt als das schönste der Welt hinstellt, warum macht es dann Laschet nicht ebenso?“ In NRW sei er „bisher jedenfalls nicht herausgefordert“. (dpa/AFP/frs) *Merkur.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Auch Bundesminister müssen sich mal erholen. Eine Ministerin aus Angela Merkels Kabinett gönnt sich eine Auszeit am Strand in Sylt. Erraten Sie, wer es ist?

Rubriklistenbild: © Peter Steffen/dpa

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