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Neue Corona-Regeln in Deutschland – Was sich ab heute ändert

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Von: Katja Thorwarth

Karl Lauterbach
Gesundheitsminister Karl Lauterbach auf der Bundespressekonferenz. (Archivfoto) © Stefan Boness/IPON/Imago Images

Wegen Omikron wird ein weiterer Anstieg der Corona-Neuinfektionen erwartet. Nun treten schärfere Corona-Regeln bundesweit in Kraft.

Update von Dienstag, 28.12.2021, 6.45 Uhr: Ab Dienstag gelten in ganz Deutschland die von Bund und Ländern kürzlich beschlossenen Kontaktbeschränkungen. Drinnen und draußen dürfen sich dann nur noch bis zu zehn Geimpfte und Genesene zusammen aufhalten. Bei den Ungeimpften dürfen sich die Angehörigen eines Haushaltes nur noch mit zwei weiteren Menschen treffen. Clubs und Diskotheken werden geschlossen. Für Freizeit, Kultur und Einzelhandel gilt weiter die 2G- oder 2G-Plus-Regel. Ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs.

In einigen Ländern waren verschärfte Corona-Regeln bereits zuvor in Kraft getreten. Bund und Länder hatten sich bei ihrem Spitzentreffen am 21. Dezember darauf verständigt, dass die Regelungen spätestens am 28. Dezember in ganz Deutschland gelten sollen. In einigen Ländern gelten weitergehende Regeln, etwa Sperrstunden in der Gastronomie. Am Dienstag war die Inzidenz* auf 215,6 zurückgegangen.

Erneut müssen Clubs und Diskotheken wegen Corona schließen.
Erneut müssen Clubs und Diskotheken wegen Corona schließen. © Annette Riedl/dpa

Verschärfung der Corona-Regeln – Was sich ab heute ändert

Erstmeldung von Montag, 27.12.2021, 7.00 Uhr: Berlin/Frankfurt – An diesem Montag (27.12.2021) werden in mehreren Bundesländern verschärfte Corona-Bestimmungen* wirksam. Kontakte im privaten und öffentlichen Leben werden auch für Geimpfte weiter eingeschränkt, insbesondere um sich gegen die sehr ansteckende Omikron-Variante* zu rüsten.

Ab Montag gelten in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern strengere Regeln. Am Dienstag folgen weitere Länder. Auf diese Corona-Maßnahmen hatten sich Bund und Länder bereits vor Weihnachten verständigt.

Corona-Maßnahmen ab Montag: Flächendeckende Schließung von Kinos, Theater, Museen

Trotz zuletzt sinkender beziehungsweise weniger stark ansteigenden Fallzahlen* gelten von Montag an in ganz Mecklenburg-Vorpommern verschärfte Schutzvorkehrungen. Kinos, Theater, Museen, die Innenbereiche von Zoos, Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen müssen flächendeckend geschlossen bleiben. Bislang galten diese Restriktionen nur in der Mitte und im Osten des Landes. Da aber die Corona-Ampel für das Land über mehrere Tage auf Rot stand und mit der Omikron-Variante eine weitere Infektionswelle erwartet wird, hatte die Landesregierung die Schließungen landesweit verfügt.

In vielen Bereichen reicht ein negativer Corona-Test nicht mehr aus.
In vielen Bereichen reicht ein negativer Corona-Test nicht mehr aus. © Lennart Preiss/dpa

Ab Montag gilt in Brandenburg für Geimpfte und Genesene mindestens bis zum 11. Januar 2022 bei privaten Treffen drinnen oder draußen eine Obergrenze von zehn Menschen. Wenn in einem Haushalt jemand ohne Corona-Impfung dabei ist, bleiben die bestehenden Regeln unverändert: Zu privaten Treffen dürfen nur bis zu zwei Menschen eines anderen Haushalts hinzukommen, Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Corona-Maßnahmen: Nur noch zehn Personen dürfen sich treffen - Sperrstunde in Baden-Württemberg

Auch in Niedersachsen dürfen sich nur noch Gruppen von bis zu zehn Geimpften und Genesenen treffen - Kinder nicht gerechnet. In Baden-Württemberg gilt ab diesem Montag auch eine Sperrstunde in der Gastronomie von 22.30 Uhr bis 05.00 Uhr morgens. In der Silvesternacht beginnt die Sperrstunde erst um 01.00 Uhr.

Während der Feiertage wurde weiter gegen das Coronavirus geimpft. Die Bundesregierung erreichte nun ihr Mitte November gesetztes Ziel von 30 Millionen Impfungen bis zum Jahresende, wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach* (SPD) am Sonntag (26.12.2021) mitteilte. Rund 147 Millionen Impfdosen wurden bislang verabreicht. Am 27. Dezember 2020 hatte die Impfkampagne offiziell begonnen, vereinzelt war einen Tag früher mit den Impfungen begonnen worden.

Corona-Maßnahmen: Allgemeine Impfpflicht in der Diskussion

Nach Darstellung des Impfdashboards sind aktuell 21,7 Millionen Menschen in Deutschland noch ungeimpft (26,2 Prozent der Bevölkerung). Davon sind 4 Millionen im Alter von 0 bis 4 Jahren (4,8 Prozent der Bevölkerung), für diese stehen noch keine Corona-Impfstoffe* zur Verfügung.

Um die Impfkampagne weiter voranzutreiben, wird über eine allgemeine Impfpflicht* diskutiert. Im Bundestag könnte es im Januar dazu eine erste Debatte geben. Bereits beschlossen ist eine Impfpflicht für Beschäftigte in Kliniken oder Pflegeheimen. Bis zum 15. März 2022 müssen alle Beschäftigten in diesen Bereichen eine vollständige Impfung nachweisen. (ktho/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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