Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Grüne) steht auf einem Podium und lacht. Im Hintergrund ist eine große Sonnenblume.
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Plädiert jetzt für eine Erhöhung des Mindestlohns: Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Grüne).

Mehr Mindestlohn

Annalena Baerbock: Grünen dringen auf sozialen Ausgleich

Der Mindestlohn soll steigen – und zwar kräftig. Das haben die Grünen in ihr Wahlprogramm geschrieben. Ein befürchteter Linksruck bleibt Annalena Baerbock aber erspart.

Berlin – Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Grüne) zieht mit einer klaren Forderung in den Wahlkampf: Der Mindestlohn in Deutschland soll auf zwölf Euro erhöht werden. Das hat der Bundesparteitag der Öko-Partei beschlossen. Mit dem Beschluss liege man auf einer Linie in einem sehr breiten Bündnis mit den Gewerkschaften, stellte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner klar. Man sei sehr gut beraten, diese Allianz nicht zu gefährden, mahnte er laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschlands (RND).

Die Grünen hatten sich am vergangenen Wochenende zu einem dreitägigen Parteitag virtuell zusammengefunden. 800 Delegierte genehmigten dabei den Antrag, den Mindestlohn von derzeit 9,50 Euro auf zwölf Euro ansteigen zu lassen. Mitglieder des linken Parteiflügels* hatten sogar für eine Erhöhung auf 13 Euro plädiert. Doch dieser Vorschlag stieß bei der Parteiführung um Baerbock auf Ablehnung. Am Ende einigte man sich auf einen Kompromiss. Insgesamt konnte sich Baerbock zu großen Teilen bei der Erstellung des Wahlprogramms „Deutschland. Alles drin“ mit ihrer Linie durchsetzen, wie kreiszeitung.de berichtet. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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