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Kanzlerin Angela Merkel richtet erschütternde Worte an Weggefährten: „Das ist mein Leben“

  • Robert Märländer
    vonRobert Märländer
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Wie blickt Angela Merkel auf ihren Werdegang zurück? Eine Begebenheit, die ein früherer Staatsmann schildert, gibt womöglich tiefe Einblicke.

  • Der frühere Präsident Frankreichs Nicolas Sarkozy berichtet von einem Erlebnis mit Angela Merkel.
  • Die Bundeskanzlerin gab ihm ein Geschenk mit großem Symbolwert.
  • Sarkozy berichtet von den Seiten Merkels, die öffentlich kaum zu sehen sind.

Paris - In der Riege der internationalen Regierungschefs gehört Angela Merkel inzwischen zu den Urgesteinen. Sie hat viele Staatsmänner kommen und gehen sehen - und manche engeren Kontakte geknüpft. Zu den wichtigeren Weggefährten unter den Staats- und Regierungschefs gehörte auch Nicolas Sarkozy, der fünf Jahre lang als Präsident in Frankreich regierte und sich später in diesem Jahr wegen Bestechungsvorwürfen vor Gericht verantworten muss. Episoden aus seiner Zeit als Präsident schildert er nun in seinen neu erschienenen Memoiren, in denen auch Angela Merkel ihren Platz hat. Was Sarkozy über die Bundeskanzlerin berichtet hat, lässt im Detail aufhorchen.

Der Eindruck, den Sarkozy von Angela Merkel* behalten hat, ist der einer knallharten Politikerin, die offenbar kompromisslos ihre Ziele durchsetzt. Wenn man dem Ex-Präsidenten folgt, hat sie ihre männlichen Rivalen kaltblütig ins Abseits befördert. „Sie zu unterschätzen ist ein schwerer Fehler“, hält Sarkozy in „Le Temps des Tempêtes“ („Die Zeit der Stürme“) fest. Umso überraschender ist, was er noch über die Kanzlerin zu berichten weiß.

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🇩🇪🇫🇷🇪🇺 Gemeinsames Handeln in der Corona-Pandemie: Kanzlerin Merkel und der französische Staatspräsident Macron haben am Nachmittag in einer Videokonferenz über eine deutsch-französische Initiative für die wirtschaftliche Erholung Europas gesprochen. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ --- Action commune face à la pandémie de Corona : la chancelière Merkel et le président français @emmanuelmacron ont parlé cet après-midi, lors d'une vidéoconférence, d'une initiative franco-allemande pour la relance économique de l'Europe. --- Joint action in the Corona pandemic: Chancellor Merkel and French President Macron spoke this afternoon in a video conference about a Franco-German initiative for the economic recovery of Europe. . . . #Kanzlerin #Merkel #Deutschland #Frankreich #Allemagne #France #president #Macron #coronavirus #corona #covid_19 #Europa #Europe

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Angela Merkel überreicht Geschenk mit erschütternden Worten

So schildert Sarkozy, wie ihm Angela Merkel auf einem EU-Gipfel ein unerwartetes Geschenk machte. Es war eine DVD des deutschen Films „Das Leben der anderen", die sie ihm überreichte. Das Drama aus dem Jahr 2006 schildert einen beklemmenden Alltag in der DDR, in dem der Stasi-Apparat allgegenwärtig ist. Überwachung, Verhöre und Inhaftierung durch das Ministerium für Staatssicherheit ziehen sich als Thema durch den gesamten Film. Er zeichnet das Bild einer Gesellschaft, die in Unfreiheit lebt. Das Bild von dem Land, in dem Angela Merkel aufwuchs und bis zum Mauerfall als Physikerin eine wissenschaftliche Karriere machte, ist düster.

Angela Merkel erklärt: „Das ist mein Leben“

Warum aber gerade dieser Film als Geschenk an den Vertrauten aus dem Ausland? Wohl gerade deshalb, weil Sarkozy ihre Erfahrungen nicht teilen konnte. „Ich möchte, dass Du es anschaust. Das ist mein Leben“, soll Angela Merkel laut den Memoiren des französischen Präsidenten dazu gesagt haben. Es sind unerwartete Worte einer ehemaligen DDR-Bürgerin, die von sich selbst berichtete, dass sie weder in der SED noch im Widerstand aktiv gewesen ist. Lediglich von einem Engagement in der FDJ berichtete sie später. Und doch zeigen ihre Worte, dass man die spätere Bundeskanzlerin vielleicht nicht ohne einen Blick auf die dunklen Seiten des Lebens in der DDR verstehen kann.

Als die Mauer fiel, war Angela Merkel 35 Jahre alt. Als sie Nicola Sarkozy traf, hatte sie immer noch den weitaus größten Teil ihres Lebens in dem ostdeutschen Staat verbracht. (rm)

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Rubriklistenbild: © Francisco Seco/dpa

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