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Waffenbesitz und rechtsradikale Pläne: Ex-Soldat vor Gericht

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Justitia
Eine Figur der blinden Justitia. © Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Ein ehemaliger Hauptgefreiter der Bundeswehr muss sich wegen rechtsradikaler Umsturzpläne und unerlaubten Waffenbesitzes vor Gericht verantworten - zusammen mit seinem Bruder und seinem Vater. An heute beginnt der Prozess am Landgericht Frankfurt. Vor der Staatsschutzkammer geht es um die Vorbereitung schwerer staatsgefährdender Gewalttaten sowie Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Waffengesetz.

Frankfurt/Main - Der 64-jährige Vater und der 21 Jahre alte Bruder des ehemaligen Soldaten sind wegen Beihilfe angeklagt.

Wie die Frankfurter Staatsanwaltschaft im März mitgeteilt hatte, war der Aufbau einer Kampforganisation nach nationalsozialistischem Vorbild geplant, um zunächst Deutschland und später die ganze Welt mit Waffen und Sprengstoff zu „erobern“ und die jeweiligen Gebiete von Flüchtlingen und Migranten zu „säubern“.

Ende Februar vergangenen Jahres hatte die Polizei in mehreren Garagen und Gartenhütten in Glashütten (Hochtaunuskreis) zahlreiche Waffen sowie Handgranaten und Munition entdeckt. Der Vater und die beiden Söhne sollen diese gemeinsam gehortet haben. Alle drei wurden nach dem Fund festgenommen und befinden sich seither in Untersuchungshaft. Das Gericht steht vor einer umfangreichen Beweisaufnahme mit zahlreichen Zeugen- und Gutachtervernehmungen. dpa

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