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Virologe rät weiter zum Maskentragen: Mindestens bis Mai

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FFP2-Maske
Ein Mann hält eine FFP2-Maske in der Hand. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer rät weiter zum Tragen von Masken in Innenräumen. Er sehe die Gefahr, dass der Wegfall vieler Corona-Maßnahmen ab diesem Samstag dem Infektionsgeschehen noch einmal einen ordentlichen Schub geben werde, sagte Stürmer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Man solle in den nächsten Wochen die Maske konsequent weiter tragen, so wie es bisher vorgeschrieben gewesen sei - am besten eine FFP2-Maske.

Frankfurt/Wiesbaden - Ab Mai dürfte die Situation dann entspannter sein.

Den Wegfall der Maßnahmen sehe er sehr kritisch, sagte Stürmer mit Blick auf das Infektionsgeschehen: „Wir haben in den letzten Tagen immer wieder Rekordzahlen erlebt, die jetzt auf einem sehr hohen Level stagnieren, und wir haben eine Variante, die sich sehr, sehr gut verbreitet.“ Die Inzidenz dürfte derzeit noch höher liegen, als es die Zahlen zeigten. Es bestehe das Risiko, dass viele Menschen, bei denen die Auffrischungsimpfung oder die Infektion schon etwas länger zurückliegen, sich noch einmal infizieren könnten. Diese Erkrankungen könnten die Infrastruktur beeinträchtigen und auch die Krankenhäuser mehr belasten.

Auch Tests seien weiter sinnvoll. Zwar gebe es weiter Anspruch auf Bürgertests, doch da es keine 2G- oder 3G-Regeln mehr gebe, werde die Testfrequenz seiner Erwartung nach deutlich nach unten gehen, sagte der Virologe. Dies sei auch deshalb kontraproduktiv, da weiter Informationen über die Pandemielage nötig seien. Auch Impfen sei weiter wichtig. „Ich denke, dass wir den Herbst nicht ohne eine vernünftige Impfstrategie gestalten können“, sagte Stürmer.

Ab diesem Samstag fallen nach rund zwei Jahren Corona-Pandemie in Hessen viele zuvor zentral verfügte Regeln weg, Maskenpflicht und Testvorgaben gelten nur noch in eng begrenzten Bereichen. dpa

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