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Polizist mit Stange attackiert: 27-Jähriger vor Gericht

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Polizei
„Polizei“ steht auf der Uniform eines Polizisten. © Jens Büttner/zb/dpa/Symbolbild

Nach einer Attacke mit einer Eisenstange gegen einen Polizeibeamten hat sich seit Montag ein 27 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt ihm wegen dieser Tat vom Juni vergangenen Jahres versuchten Totschlag zur Last. Im August soll er dann seine drei Jahre jüngere Ehefrau derart geohrfeigt haben, dass sie seitdem an dauerhaftem Rauschen („Tinnitus“) leidet.

Frankfurt/Main - Die Staatsanwaltschaft sieht darin eine gefährliche Körperverletzung.

Am ersten Verhandlungstag räumte der Angeklagte beide Taten weitgehend ein. Der Attacke mit der Eisenstange, durch die der Beamte ein Schädelhirntrauma erlitt, war eine Auseinandersetzung in einem Männerwohnheim vorausgegangen. Zuvor war der Mann bereits nach ständigen Auseinandersetzungen von der Frau aus der gemeinsamen Wohnung verwiesen worden. Die folgenschwere Ohrfeige begründete der Mann mit der Weigerung der Frau, ihm Geld zum Kauf von Zigaretten zu überlassen.

Im Verlauf der Ermittlungen wurden psychische Auffälligkeiten bei dem 27-Jährigen festgestellt. Infolge eingeschränkter Schuldfähigkeit könnte der Prozess deshalb mit seiner Unterbringung in einer Klinik abgeschlossen werden. Die Schwurgerichtskammer hat vorerst Verhandlungstermine bis Mitte Mai vorgesehen. dpa

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