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Neue Meldestelle gegen Antisemitismus in Hessen

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Antisemitische Angriffe, Bedrohungen und Beleidigungen können in Hessen nun bei einer Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus gemeldet werden. Der Schutz jüdischen Lebens und der konsequente Kampf gegen Antisemitismus sei eine permanente Verpflichtung der Landesregierung, die nun um einen weiteren wichtigen Baustein erweitert werde, erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Freitag anlässlich der Freischaltung der neuen Anlaufstelle in Wiesbaden.

Wiesbaden - „Diskriminierung und Ausgrenzung haben keinen, unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger hingegen einen festen Platz in unserem Land.“

Mit der neuen Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen) soll Antisemitismus ganz gezielt auch unterhalb der Strafbarkeitsgrenze erfasst, analysiert, dokumentiert und damit auch bekämpft werden, berichtete der Innenminister. Das niedrigschwellige Angebot sollen Menschen auch unabhängig von der Schwere eines antisemitischen Vorfalls nutzen können. „Sie treffen hier auf erfahrene und verständnisvolle Ansprechpartner, die gleichzeitig auch Hilfe und Unterstützung sowie Beratung vermitteln können“, erklärte der Beauftragte der Landesregierung für Jüdisches Leben und den Kampf gegen den Antisemitismus, Uwe Becker.

Antisemitische Vorfälle können bei der Meldestelle unter www.rias-hessen.de gemeldet werden. Alle Betroffenen sollen den Angaben zufolge von RIAS Hessen eine Rückmeldung bekommen und je nach Bedarf an Einrichtungen und Institutionen der Opferberatung vermittelt werden. Im Jahr 2021 wurden laut Innenministerium insgesamt 111 antisemitische Straftaten in Hessen registriert. Das entspricht einem Rückgang von 18 Straftaten im Jahresvergleich. dpa

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