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Mit Schreckschusspistole gedroht: Rentner muss Strafe zahlen

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Justitia
Eine Darstellung der Göttin Justitia. © Carsten Koall/dpa/Symbolbild

Weil er zwei spielende Jugendliche mit einer Eisenstange angegriffen und mit einer Schreckschusspistole bedroht hatte, muss ein 70 Jahre alter Rentner in Frankfurt 300 Euro Geldauflage zahlen. Das Amtsgericht Frankfurt sprach am Dienstag eine Verwarnung wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung aus. Eine Geldstrafe in Höhe von 3600 Euro (180 Tagessätze) wurde zur Bewährung ausgesetzt, sofern die Geldauflage erfüllt wird.

Frankfurt/Main - Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. (Aktenzeichen 4687 Js 227418/21).

Eine Gruppe von vier Jugendlichen hatte vor dem Mietshaus in Frankfurt-Praunheim Fußball gespielt. Als der Ball auf einen Balkon geschossen wurde, kletterten die beiden 17-Jährigen auf den Freisitz, um den Ball zurückzuholen. Dabei beschädigten sie ein Katzennetz des Rentners. Dieser geriet derart in Wut, dass er die Jugendlichen mit einer Metallhalterung angriff und die nicht mehr funktionstüchtige Pistole aus dem Schrank holte. Nach dem Vorfall litt der Mann an akuten Herzbeschwerden und musste notärztlich versorgt werden. Die Polizei war kurz darauf vor Ort, weil sich Nachbarn über randalierende Jugendliche beschwert hatten.

Vor Gericht räumte der Angeklagte den Vorfall ein. Der Amtsrichter sah die milde Strafe in Anbetracht der gesamten Umstände als angemessen an. Der ursprünglich erhobene Vorwurf des verbotenen Waffenbesitzes wurde fallengelassen, weil die Pistole nicht mehr funktionierte. dpa

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