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Mehr Geld für Kulturinitiativen „ohne Hochglanz“

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Kunstministerin Angela Dorn
Hessens Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn spricht im hessischen Landtag. © Arne Dedert/dpa/Archivbild

Das Land will Kultur auch abseits der großen Institutionen unterstützen. Für die Förderung sogenannter soziokultureller Zentren stehen 2022 fast zwei Millionen Euro bereit, wie Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) am Mittwoch in Offenbach berichtete.

Offenbach - „Damit ist die für diese Wahlperiode angestrebte Verdoppelung bereits erreicht“, teilte das Ministerium mit. Schon in der vergangenen Wahlperiode hatte die Landesregierung diese Mittel von 450.000 Euro im Jahr 2015 auf eine knappe Million Euro 2019 verdoppelt.

Der Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren in Hessen (LAKS) gehören 42 Initiativen in Hessen an - zum Beispiel das Kultur- und Freizeitzentrum Marburg, das Generationenhaus Bahnhof Hümme in Hofgeismar und das Kulturzentrum Hafen 2 in Offenbach, wo Dorn am Mittwoch zu Gast war.

„Soziokulturelle Zentren sind ein unverzichtbarer Bestandteil der bunten kulturellen Infrastruktur Hessens“, sagte Dorn. „Soziokultur erreicht viele unterschiedliche Menschen - unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Alter, ihrem Beruf. Damit ist sie sehr wertvoll für ein wichtiges Ziel unserer Kulturpolitik: Alle Menschen sollen am kulturellen Leben teilhaben können.“

Die Landesarbeitsgemeinschaft freute sich über die höhere Förderung: „Kulturpolitik ist Demokratiepolitik. Die Akteure stehen nicht für Hochglanz und selten im Fokus des Feuilletons“, sagte Geschäftsführer Bernd Hesse. „Sie sorgen aber kompetent, verlässlich und mit Haltung ganzjährig für kulturelle Vielfalt, kulturelle Bildung, Partizipation und Teilhabe, Förderung von Kreativität oder kulturelle Integration.“ dpa

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