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Landesamt: Ohne Klimaschutz werden Extremsommer zur Regel

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Trockenheit
Ausgetrocknete Sonnenblumen stehen auf einem Feld. © Felix Kästle/dpa/Archivbild

Der Präsident des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hat vor zunehmend heißeren Sommermonaten gewarnt. Das Extremwetter sei kein Ausreißer nach oben, sagte Thomas Schmid nach einer Mitteilung am Freitag in Wiesbaden. „Zur Mitte des Jahrhunderts werden solche Sommer keine Ausnahme, sondern eher die Regel sein, wenn wir nicht endlich energisch mehr fürs Klima tun - das sollte mittlerweile jedem klar sein.“

Wiesbaden - Hessen hatte in diesem Jahr den trockensten und sonnigsten Sommer seit Aufzeichnungsbeginn erlebt. Das geht aus einer ersten, vorläufigen Bilanz des Amtes hervor. Gestützt wird der Bericht von Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Den Meteorologen zufolge fielen im meteorologischen Sommer, also von Anfang Juni bis Ende August, insgesamt 87 Millimeter Niederschlag - 60 Prozent weniger als im Mittelwert der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990 (222 Millimeter). Mit 849 Sonnenstunden war 2022 der sonnigste Sommer in Hessen seit Messbeginn. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert der Referenzperiode beträgt 586 Stunden.

Nur in Sachen Hitze liegt der Sommer 2022 hinter dem Rekordjahr 2003. In den Sommermonaten von vor knapp 20 Jahren haben Meteorologen eine Durchschnittstemperatur von 19,8 Grad Celsius gemessen. Mit einem Mittelwert von 19,5 Grad Celsius liegt der Sommer 2022 laut DWD knapp darunter. Die Temperatur war jedoch um 3,3 Grad Celsius wärmer als im langjährigen Mittel (16,2 Grad Celsius). dpa

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